Von den auf der Informationsveranstaltung am 08.10.98 im Bürgerhaus Pfersee von Stadtbaurat Dr. Karl Demharter und dem Leiter des Tiefbauamtes Otto Liepert vorgestellten Planungen zur Verkehrsberuhigung in Pfersee-Nord wurden die Folgenden im September 1999 realisiert.
Hessenbachstraße
In Höhe der Goggelesbrücke und
an der VGA-Haltestelle der Linie 32 wurden Mittelinseln als Querungshilfen
installiert.
Deutschenbaurstraße
Bei der Einmündung Spicherer Straße
wurde eine Fußgängerampel installiert.
Die Realisierung der folgenden Maßnahmen steht noch aus und ist wohl auch derzeit nicht vorgesehen.
Hessenbachstraße
Die Radwege an der Bgm.-Ackermann-Str.,
die die Abbiegespuren von/zur Hessenbachstraße queren sind ein Unfallschwerpunkt.
Die Kurvenradien dieser Abbiegespuren sollen enger gefaßt werden.
Damit soll die Geschwindigkeit der abbiegenden Kraftfahrzeuge reduziert
werden und so dieser Bereich entschärft werden.
Die Hessenbachstraße soll zur Tempo-30-Zone
werden.
Eberlestraße
In Höhe der Flandernstraße
und der Ludwigshafenerstraße sollen Mittelinseln als Querungshilfen
installiert werden. Damit wären auch die Voraussetzungen erfüllt,
dass die bereits bestehende Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 kmh
auch überwacht werden kann. Trotz der Einwände von Anwohnern
der Eberlestraße sollen die Maßnahmen in der Hessenbachstraße
bei der Umsetzung eine höhere Priorität haben und deshalb schneller
realisiert werden.
Kirchbergstraße
An der Haltestelle bei Dierig soll ein
"Buscap" installiert werden. Am stehenden Bus kann dann nicht mehr vorbeigefahren
werden. Dies erhöht die Sicherheit der ein- und aussteigenden Fahrgäste.
Radfahrer sollen die Einbahnstraße
von der Augsburger bis zur Leonhard-Hausmann-Straße in Gegenrichtung
befahren können (Eventuell könnte auch die Eberlestraße
von der Augsburger zur Einmündung Kichbergstraße von Radfahrern
entgengen der Einbahnrichtung befahren).
Deutschenbaurstraße
Verbesserung der Abbiegesituatin für
Radfahrer in die Spicherer Straße.
Leonhard-Hausmann-Straße
Hier ist zur Geschwindigkeitsreduzierung
versetztes Parken geplant.
Die Realisierung der folgenden Maßnahmen
steht noch aus:
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Rittern, Spinnern und Stadträten auf der Spur
Eine Führung entlang der Augsburger Straße in Pfersee (lim). Schön ist sie wirklich nicht, die Augsburger Straße in Pfersee. Unter dem Motto "Auf den Spuren von Raubrittern, Spinnern und Stadträten" lud die Bürgeraktion Pfersee "Schlößle" e.V. zur Führung entlang dieser Hauptachse. Gut 30 Interessierte lauschten zwei Stunden den Geschichten aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Auch wenn die Anfänge von Pfersee im dunkeln liegen - der Raubritter Hermann III. von Pheresee, dem das erste Kapitel der Führung gilt, war um 1285 sogar in Augsburg ein gefürchteter Mann. Wer ihm, so erzählt Bernhard Kammerer, in die Hände fiel, bezahlte das meist mit dem Leben. Er residierte in einer Burg, die heute das Pferseer Schlößle ist und Eigentumswohnungen beherbergt. An Bauträger verkauft "Dieses Haus", so Kammerer, "ging bei der Eingemeindung 1911 an die
Stadt Augsburg über." Obwohl sich viele Pferseer in dem geschichtsträchtigen
Gebäude eine Begegnungsstätte gewünscht hätten, wurde
es von der Stadt 1985 an einen Bauträger verkauft. Diese Nichtbeachtung
örtlicher Wünsche
Zubetonierter Mühlbach Auch an diesem Samstag nachmittag sind dort Bauarbeiter am Werk. Um
den Mühlbach zu finden. muß man allerdings Einheimische fragen,
so zubetoniert ist der Nebenarm der Wertach. "Jeder Stadtteil braucht eine
gute Stube". so
Wiederholung im Herbst Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, will die Bürgeraktion
im Herbst wieder eine Führung durch ihr Viertel machen und den Finger
erneut auf die Wunden legen.
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Stadtbaurat Dr. Karl Demharter informiert zusammen mit dem Leiter des Tiefbauamtes Otto Liepert am 27.04.98 in der Gaststätte "Zur alten Weberei" über die Planungen der Stadt zur Umgestaltung der Augsburger Straße. Das Bürgergespräch soll als Grundlage für die Vorlagen in den Stadtratsgremien dienen. Es ist nach der Informationsveranstaltung am 22.01.98 über die Verkehrsberuhigung in Pfersee-Süd die zweite Veranstaltung einer Reihe, die Anfang Oktober 98 mit einer Information zur Verkehrsberuhigung in Pfersee-Nord fortgesetzt werden soll.
Grundlage der Planungen ist der Stadtratsbeschluß vom 24.01.96.
Otto Liepert stellt drei alternative Planungen
vor:
In der anschließenden Diskussion werden zusätzliche Verbesserungen, vor allem "Tempo 30", gefordert, um bei fehlenden Radfahrstreifen ein gefahrloses Miteinander von Radfahrern und Kraftfahrzeugverkehr zu ermöglichen. Auch eine Lösung der zu erwartenden Verkehrsprobleme bei den neu entstehenden, auf die Augsburger Str. mündenden Tiefgarageneinfahrten auf dem Gelände der ehemaligen Spinnerei und Weberei Pfersee, das derzeit bebaut wird, wurde gefordert.
Info-Veranstaltung
der SPD
In einer Veranstaltung der SPD Pfersee
am 21.10.98 im Bürgerhaus Pfersee mit Stadtbaurat Dr. Demharter stößt
die erneut vergetragene Forderung nach Tempo 30 in der Augsburger Straße
nicht mehr auf kategorische Ablehnung, da sich herausdestellt hat, daß
die Straßenbahn dadurch nur 20-30 Sekunden mehr Fahrzeit benötigen
würde. Außerdem teilt der Stadtbaurat mit, daß im Abschnitt
zwischen Wertachbrücke und der Eberlestraße - im Gensatz zu
den Informationen im Mai - eine Erneurung der Straßenbahnschienen
erforderlich wird. Im Zuge dieser Arbeiten könnte auch eine Umgestaltung
mit dem Ziel der Verkehrsberuhigung vorgenommen werden. Auch scheinen dem
Pflanzen von Bäumen längst nicht so viele Leitungen im Wege zu
stehen wie noch im Mai befürchtet.
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Kleine Lösung für Augsburger Straße
Bauausschuß: Umbau läßt künftig mehr Verkehrsberuhigung zu (eva/wer). Einer ,,kleinen Lösung" für den Umbau der Augsburger Straße hat gestern mit großer Mehrheit der Bauausschuß zugestimmt (gegen Grüne). Zunächst soll nur der Abschnitt vor dem neuen Wohnquartier ,Mühlbachviertel", dem früheren SWP-Gelände, umgestaltet werden, und zwar auf Kosten des Bauträgers PWG. Damit seien die Möglichkeiten für eine weitergehende Verkehrsberuhigung der Straße nicht verbaut, betonte Baureferent Dr. Karl Demharter. CSU, Neue Fraktion und SPD stimmten dem Vorschlag der Bauverwaltung
zu, der zwei Erschließungsstraßen zum neuen Wohnquartier in
Höhe der Eberlestraße und der Kirchbergstraße vorsieht
(wir berichteten). Weiter sind Querungshilfen für Fußgänger
durch vorgebaute ,,Nasen" am Fahrbahnrand vorgesehen. Dort sollen auch
Bäume gepflanzt werden. Vor den Geschäften ist in dieser Zone
ein verkehrsberuhigter Bereich mit Parkplätzen geplant. Die Radler
bekommen keine eigene Spur. Tempo 30 hatten Polizei und Stadtwerke abgelehnt.
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Sachstand
Durch den Stadtratsbeschluß vom
24. 1. 96 bestehen für die Umgestaltung der Augsburger Straße
folgende Vorgaben:
Konkretisierung
Zur Konkretisierung und Umsetzung dieses
Beschlusses hat die Bürgeraktion Pfersee „Schlössle" e.V. folgende
Vorstellungen entwickelt:
Verkehrsführung/Beschilderung
Durch deutliche Beschilderung ist der
Durchgangsverkehr schon möglichst frühzeitig aus dem Stadtteil
herauszuhalten und auf die B 17 neu und die Bgm.- Ackermann-Straße
zu führen.
Geschwindigkeit
In der Augsburger Straße ist von
der Einmündung Brunnenbach Straße bis zur Lutzstraße
30 km/h anzuordnen.
Begrünung
Die Augsburger Straße erhält
in der gesamten Länge auf beiden Seiten Bäume, die gegebenenfalls
im Zusammenhang mit Parkbuchten zu pflanzen sind. Falls dies im
engen
Teil der Straße nötig ist, sind die Baumreihen auf der südlichen
und nördlichen Seite jeweils versetzt zu planzen. Die Begrünung
hat sowohl für die Verkehrsberuhigung, als auch zur Verbesserung der
Aufenthaltsqualität und für die Anwohner eine hohe Bedeutung.
Auf der Südseite ist die Anpflanzung im Zusammenhang mit der Neubebauung
zu realisieren.
Querungshilfen,
Verbesserungen für Fußgänger
Die begrünten Parkbuchten und vor
allem ein neues Kap beim Mühlbach dienen zusammen
mit der reduzierten Geschwindigkeit als Querungshilfe. Durch diese
Verbesserung erhält das Stadtteilzentrum endlich den Charakter einer
zusammenhängenden Einkaufsstraße. Im Rahmen der Gesamtplanung
ist nach weiteren Querungshilfen zu suchen.
Radfahrer
In diesem Bereich sind folgende Ziele
zu erreichen:
a)
die bessere Erreichbarkeit des Stadtteilzentrums und eine radlerfreundliche
Struktur dieses Zentrums wirkt entlastend und erhöht die Attraktivität
des Zentrums. Ein großer Teil des Verkehrs innerhalb des Stadtteils
kann mit dem Fahrrad bewältigt
werden, wenn dafür eine attraktive Struktur bereitgestellt wird.
Der
sichere Weg an der Augsburger Straße ist das Rückgrat einer
solchen Struktur.
b)
die Augsburger Straße wird die wichtigste Innenstadtverbindung für
Radler aus Pfersee, den westlichen Randgebieten und den Bereichen um die
Sheridan-Kaserne werden. Dieser Weg ist so sicher und attraktiv wie nur
irgend möglich zu gestalten. Deshalb
erhält die Augsburger Straße ab der Einfahrt in den westlichen
Teil des Neubaugebietes einen 2,20 Meter breiten, farblich und baulich
von der Fahrbahn getrennten Radfahrstreifen, bis mindestens zur Einmündung
Körnerstraße. Sobald als möglich ist dieser Weg bis zur
Pferseer Straße weiterzuführen. Bei den weiteren Planungen zur
Pferseer Unterführung ist das Bedürfnis der Radler nach sicheren
und direkten Wegen aufzugreifen. Zum Schutz des Radfahrstreifens vor Zuparken
durch Anlieferverkehr sind eigene Anlieferparkplätze auszuweisen.
Für
Radler sind im Abstand von ca. 200 Meter Abstellplätze auszuweisen,
an den Straßenbahnhaltestellen sind überdachte Abstellplätze
zu schaffen.
Vermeidung
von Verkehrsverlagerung
Um eine Verlagerung des Zielverkehrs zu
den neuen Nutzungen an der Südseite der Augsburger Straße in
bisher weniger belastete Straßen zu vermeiden, ist bei den Planungen
darauf zu achten, daß alle neuen Nutzungen für Linksabbieger
von der Augsburger Straße zu erreichen sind, wie dies im Bebauungsplan
festgesetzt ist.
Straßenbahnhaltestelle
Eine geringfügige Verlegung der Haltestelle
Eberlestraße in Richtung Westen, vor das Neubaugebiet, ist für
uns unter folgenden Voraussetzungen denkbar:
a)
Haltestelle Augsburger Straße bleibt erhalten
b)
Neue Haltestelle bringt Verbesserungen beim Ein- und Aussteigen
c)
die Planung definiert die Haltestellen in der Umgebung, eventuell muß
die Haltestelle Rosenau in Richtung Westen verlegt werden
Gestaltung,
Gesamtplanung
An die Gestaltung des Stadtteilzentrums
sind hohe Ansprüche zu stellen Eine Gesamtplanung muß
vorliegen.