| DIE STADT REGENSBURG
PRÄSENTIERT SICH AUF DER 4. PLANERBIENNALE IN ROTTERDAM 2001 Bei der Neugestaltung von
Straßen und Plätzen geht es vorrangig um die Wiedergewinnung
des innerstädtischen Stadtraumes. Dabei hat sich die zu Beginn erarbeitete
rahmengebende Gesamtplanung bewährt, die prozesshaft und flexibel
auf örtliche Besonderheiten sowie Entwicklungen eingehend gehandhabt
wird.
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Ziel der BÜRGERAKTION ist es, bei der bevorstehenden Gestaltung der Augsburger Straße auch die Plätze vor den Pferseer Kirchen in das neue Konzept miteinzubeziehen.
Um wieder einmal zu sehen,
wie es die anderen machen, wollen wir uns einen Eindruck von der preisgekrönte
Gestaltung
der Regensburger Plätze
verschaffen.
| Programm
Freitag 26.07.02 Anreise
mit Bahn oder Bahn/Rad
Samstag 27.07.02
17:00 Stadtführung „Eine
historische Stadt wird modern“
dazwischen und danach „Fest im Fluss“ Sonntag 28.07.02 Führung
„Dokument Neupfarrplatz“
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Es waren dabei: (von links nach rechts - von oben nach unten): Peter Seyboth, Dietmar Egger, Klaus Konrad, Ulrich Truckenmüller, Klaus Köhler, Edith Arnold-Egger, Gitta Hopp-Köhler, Georgine Truckenmüller, Roswitha Staudinger, Reinhard Förster, Bernhard Kammerer, Cornelia Förster, Wolfgang Konrad, Petra Kammerer, Margarete Billian, Doris Seyboth |
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Eine
Anregung von Unterwegs:
Brückencafe an der Donau in Vohburg - Eine Idee für Pfersee? (Cafe-Goggelesbrücke?) |
Der städtebauliche Wettbewerb „Verbindung Altstadt-Hauptbahnhof“ von 1997/98 zeigte Leitgedanken und Vorschläge auf, wie der Verbindungsbereich zwischen der Altstadt und dem Hauptbahnhof künftig aufgewertet werden könnte.
Der Wettbewerbsaufgabe umfasste die Maximilianstraße als bedeutendsten Eingang zur Altstadt von Süden, den innerstädtischen Verkehrsknoten Ernst-Reuter-Platz, den historischen Alleengürtel als wichtige Parkanlage und Biotop und den Bahnhofsvorplatz.
In einem moderierten Beteiligungsverfahren wurde die Wettbewerbsplanung unter Einbindung der Regensburger Bürger und der wichtigsten Interessengruppen weiterentwickelt. Die Umsetzung der Ergeb-nisse ist eine der großen Aufgaben der Stadtplanung, nicht zuletzt auch wegen der besonderen Bedeutung der Maßnahmen für die Innenstadtentwicklung, die eine räumliche Verzahnung der Altstadt mit der Südstadt zum Ziel hat.
Als erster Baustein soll 2001/2002 die Neugestaltung der Maximilianstraße umgesetzt werden.
Die
Neugestaltung des Stadtbodens der Platzfolge war die direkte Umsetzung
der Wettbewerbsergebnisse von 1982. In diesem innerstädtischen Ensemble
mit einer großen Anzahl historischer Gebäude konnten die durch
verkehrsgerechte Straßenbaumaßnahmen in den 60er-Jahren und
bis zu 12.000 Fahrzeugen täglich gestörte, ehemals vorhandene
Einheitlichkeit und der ruhige Gesamtcharakter wieder-hergestellt werden.
Bei der Auswahl der Beläge hat sich die Beschränkung auf wenige
ortstypische Materialien unter Verwendung des noch in Resten vorhandenen
Natursteinpflasters („Hirschlinger Pflaster“) bewährt. Folgende Gestaltungsprinzipien
wurden dabei an-gewandt:
| Die Qualität von Städten
und Plätzen lässt sich am Reißbrett entwerfen, ihre Schönheit
kommt durch die Zeit.
Renzo Piano
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Einzelprojekt: Viereimergasse |
Früher: fahrende Autos, parkende Autos, nichts als Autos |
Heute: Ein verkehrsberuhigter Platz in der Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität |
Das Herzstück Regensburgs, der Neupfarrplatz, sollte nach dem Beschluss der Stadtplaner 1992 ähnlich gestaltet werden wie die Piazza dei Signori in Verona. Ein Platz mit italienischem Flair, der einlädt zum Verweilen, eine „Piazza“ zum Flanieren, aber auch ein Ort, an dem täglich Markt abgehalten wird.
Aufgrund der kulturhistorisch sehr bedeutsamen Entdeckung von Mauerresten des alten jüdischen Viertels und der Synagoge stellt sich die Frage, wie die entdeckten Überreste erhalten und einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden könnten. Man war sich bald einig, daß der größte Teil der Ausgrabungen geschützt, also wieder verfüllt und somit folgenden Generationen erhalten bleiben sollten.
Das Gesamtkonzept zur Neugestaltung sieht nun vor, an der Nordseite des Neupfarrplatzes Dokumentationsräume einzurichten. In ihnen sollen die Keller zweier jüdischer Häuser gezeigt werden. Der Zugang zu den Kellerräumen erfolgt über einen Ringbunker, der 1939 zum Schutz der Zivilbevölkerung unter dem Neupfarrplatz angelegt wurde.
Mit der Oberflächengestaltung des Neupfarrplatzes im Bereich der wieder entdeckten Synagoge wurde der israelische Künstler Dani Karavan beauftragt. Unter Berücksichtigung der vielschichtigen Ver-gangenheit Regensburgs - Überreste aus römischer Zeit, Relikte des jüdischen Ghettos, Spuren der NS-Zeit - soll am Neupfarrplatz ein Kunstwerk entstehen, das die „Verwerfungen der Geschichte auf diesem Platz“ (Dani Karavan) deutlich macht. Karavan versucht in seinem Kunstwerk, den Grundriss der im Mittelalter zerstörten Synagoge wieder aufzugreifen und in einer trapezartigen Form in den Ausmaßen von 20 mal 19,56 Länge und 9,6 mal 13,36 Meter mit Vertiefungen und Erhöhungen darzustellen. Das Bodenrelief soll „wie aus einem Block“ in weißem Beton geschaffen werden, darin eingelassene Gestaltungselemente wie der siebenarmige Leuchter oder der Davidstern schlagen den Bogen zur jüdischen Religion.
Nach den Vorstellungen des Künstlers soll zwischen dem Brunnen und der Neupfarrkirche „ein Platz zum Verweilen und Wohlfühlen entstehen, ein Ort zum Plaudern, zum Singen, Gedichte vortragen oder zum Meditieren.“
| Eine historische Stadt
wird modern
Eine engagierte Stadtführung von und mit Matthias Freitag, Leiter des Johannes-Keppler-Museums Regensburg. |
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Zwischen und nach den Führungen genießen wir das vielfältige Programm, das die Regensburger in dem Grünzug zwischen Donau, Schleusenkanal und Regen präsentieren. Und wir treffen auch alte Bekannte aus Augsburg: den Männerchor „Bismarck Frohsinn“. | ![]() |