Bebaungsplan Ladehöfe (12.2011) | Westparkschule Schulwegsicherheit 2 (11.2011) | Westparkschule Schulwegsicherheit (10.2011) | Wertach vital sitzt weiter auf dem Trockenen (09.11) | Kriterienkatalog für die Linie 5 (04.11) | Nächster Murks am Bahnhof? (02.11) | Kö und Innenstsadt(08.10) | Streichung Hochwasserschutz | Stadtumbau West | Goggelesbrücke und ´Tramlinie 5 (03.2009) | Westparkschule (01.2009) | Einkaufszentum Sheridan-Gelände (06.08.) | Jahreshauptversammlung (05.08.) | Spichererschule (01.08) | Erna Ebert erhält das "Silberne Goggele"(11.07) | Zukuft für Pfersee(10.07) | Mitgliederfahrt Markt Schwaben (08.07) | Verkehrsberuhigung (12.06) | Mitgliederfahrt Wuppertal (10.06) | Goggelesbrücke (04.2006) | Goggelesbrücke (04.2006) | Tram Linie 5 (02.2006) | Tram Linie 5 (01.2006) | Verkehrskonzept (12.2005) | Mobilitätsdrecheibe (10.2005) | Hochwasserschutz in Gefahr (08.05.) | Jahresbericht (05.2005) | Mobilitätsdrehscheibe (05.2005) | Info-Cafe im Bürgerhaus (04.2005) | Spicherer Schule (02.2005) | Verkehrsberuhigung (01.2005)

Pressemitteilungen 1997 - 2004

Pressemitteilung vom 15.12.2011
Dürfen wir jetzt nicht mehr nach Hause?
Bebauungsplan äußere Ladehöfe sieht Radweg an Stettenstraße vor – aber nur aus Pfersee heraus, auf der Straßensüdseite
Planungsrealität in der fahrradfreundlichen Kommune Augsburg

Als im Sommer 2010 die ersten Vorstellungen zur künftigen Bebauung der Ladehöfe publik wurden, haben wir auf verschiedene Stilblüten
der Planung hingewiesen. Wir haben u.a. eine direkte Wegverbindbindung von der Gögginger Brücke zum Bahnhof angemahnt und die Sinnfälligkeit eines Radweges hinterfragt, der, ohne Anschluss, 7 m unter der Bismarckbrücke endet. Vor allem aber haben wir auf die Notwendigkeit einer Radachse südlich des Bahnhofs hingewiesen und angeregt in der nur halbseitig bebauten Stettenstraße die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, und die Überbauung der bisherigen Brachfläche zum Lückenschluss zu nutzen. Denn zwischen Wittelsbacher Park und Theodor-Heuss-Platz klafft das einzige Loch im wünschenswerten Radweg zwischen Wertach und Lech.

Die jüngste Planfassung weist nun eine zwar kreative, aber zu ihrer Tauglichkeit hinterfragbare Antwort auf: Die Notwendigkeit der  ewünschten Radachse wird anerkannt, aber nur in Fahrtrichtung Innenstadt ein Radfahrstreifen auf der Fahrbahn geplant. Die Gegenrichtung bleibt ohne Angebot. Wir fragen uns nun, ob am Theodor-Heuss-Platz ein Asyl für all jene Pferseer eingerichtet wird, die sich unvorsichtig in Richtung Osten aus ihrem Stadtteil wagen.

Grundsätzlich stellt sich aber auch die Frage, warum die Kommune für die Umwandlung der bisherigen Brachfläche zu Wohnbauzwecken die Stettenstraße zwar für zusätzliche Abbiegespuren aufweiten will, die geplante Bebauung aber nicht wenigstens soweit abrücken kann, dass auch dem Radler der erforderliche Platz eingeräumt wird.

Vielleicht weiß die Stadt Augsburg aber auch nur nicht, dass sie Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen ist. Dass die Wirtschaftsregion A³ als ein Leuchtturmprojekt zum Klimaschutz die Fahrradregion 2015/2020 plant. Und dass der Stadtrat die Radachse zwischen Wertach und Lech bereits beschlossen hat, als unserem Antrag aus der Bürgerversammlung vom 11.11.2010 in Kriegshaber entsprochen wurde, der u.a. die Berücksichtigung dieser Ost-West-Radtrasse in allen aktuellen Planungen forderte.

Antrag Bürgerversammlung 11/2010,
Ausschnitt BBP Stettenstraße

Zum Seitenanfang

Pressemitteilung vom 22.11.2011
 
Der Schulreferent prüft PDF-Datei
Bruder Köhler, prüfst du noch?(Behördendeutsch für „Rutscht mir doch den Buckel runter), die Schulleitung sucht (Schulweghelfer, verzweifelt) – ihre Opfer bleiben sich selbst überlassen.
Weiterhin keine Sicherung der Schulwege zur Westparkschule in Sicht

Der ganz alltägliche Konflikt an der Haltestelle Bgm.-Bohl-Straße:
Die Aufstellflächen am einzigen signalisierten Übergang in der Bgm.-Bohl-Straße sind bereits mit wenigen Fußgängern ausgelastet. Der Radfahrer auf dem Bild verhält sich dabei völlig korrekt, solange Schulreferat und Verkehrsplanern nicht dämmert, dass die kombinierten Fuß- und Radwege für den Schulweg Westparkschule untragbare Verhältnisse bedeuten.
Braucht es denn unzumutbar viel Phantasie sich vorzustellen, dass die Konfliktsituation Radler und Fußgänger im Gegenverkehr ein Ausweichen der schwächeren Verkehrsteilnehmer auf die Straße provoziert? Der Radler wird das, wenn er nicht lebensmüde ist, zumal wegen der hohen Randsteine nicht sein. Aber Grundschüler sollen immer wieder mal im kichernden und herumalbernden, doch wenig konzentrierten, Pulk vorkommen.
Die BÜRGERAKTION PFERSEE fordert daher Tempo 30 oder/und Radfahrstreifen auf der Fahrbahn für die Bgm.-Bohl- und die Stadtberger Straße.
Und um allen Pressevertretern zu ermöglichen, sich ein eigenes Bild von der unzumutbaren Situation zu verschaffen, laden wir Sie, direkt vor der offiziellen Eröffnung der Westparkschule, herzlich ein zu einem Ortstermin am 2.12.2011 um 8:30 Uhr am Übergang Haltstelle Bgm.-Bohl-Straße.
Zum Seitenanfang

Pressemitteilung vom 13.10.2011
Innen hui – außen pfuiPDF-Datei
Schulwege zur Westparkschule unvorbereitet
Schulreferent mag noch keinen Handlungsbedarf erkennen.

Gemessen an Planungsvorlauf und Bauzeit des neuen Westpark-Bildungshauses lässt sich die anstehende Inbetriebnahme nicht als völlig unvorhersehbares Ereignis behaupten. Und dass gerade eine Grundschule mit angeschlossener Kindertagesstätte kein losgelöst schwebendes Objekt sein kann, sondern in einem Netz sicherer Schulwege fest verankert sein muss, sollte nicht extra betont werden müssen. Für die neue Westparkschule scheinen dennoch andere Regeln zu gelten.

Spätestens mit dem in Pfersee heftig kritisierten Entschluss zur Aufgabe der Volksschule an der Spicherer Straße und Ausweisung neuer Schulsprengel musste jedem Verantwortlichen klar sein, dass ca. 2/3 der Westparkschüler im Stadtbezirk Pfersee-Nord wohnen, und dementsprechend eine völlige Neuordnung der Zulaufstrecken zur Schule gefordert war. Doch laut Äußerungen des Schulreferenten Herrn Köhler gegenüber der BÜRGERAKTION PFERSEE sehen seine Fachleute bisher keinen Handlungsbedarf.

Was nicht gesehen wird oder werden darf, lässt sich zusammengefasst so beschreiben: Ein Großteil der Schüler muss über die Stadtberger Straße und die Bgm.-Bohl-Straße zur Schule gelangen. Beide Straßen gehören zu den frequentiertesten und, auf gesamter Länge der neuen Schulwege, ungebremst mit Tempo-50 befahrenen Pferseer Straßen. Beide Straßen wiesen in ihrer früheren Funktion, entlang der Sheridan-Kaserne, nur sporadisch Fußgängerfrequenz auf und glänzten mit dem Charme von Ausfallstraßen. Insbesondere in der äußeren Stadtberger Straße war die Fußgängerfrequenz bisher so übersichtlich, dass ab der Bgm.-Bohl-Straße beidseits auch noch der Radfahrer auf die schmalen Gehwege verwiesen wird. Die kombinierten Fuß- und Radwege weisen aufgrund diverser Einbauten wie Schaltschränke, Ampel- und Oberleitungsmasten oder Briefkasten teilweise nur eine nutzbare Breite von 1,53 m auf – und das, weil Fußgängern bisher keine Gehrichtung vorzuschreiben ist, im Gegenverkehr mit den Radlern. Die Aufstellflächen an der Straßenbahnhaltestelle Bgm.-Bohl-Straße mit signalisierten Übergängen sind bereits völlig unzureichend bemessen für die Anforderungen einer querenden Schulklasse oder Kindergartengruppe (und vermutlich nur unter Abordnung von 3 begleitenden Lehrkräften bewältigbar). Auf das absehbare Verkehrsaufkommen, z.B. bei Schulschluss, wenn über 200 Schüler die Querung benützen müssen, wird von den Verantwortlichen bisher allenfalls mit Schockstarre reagiert.

Die BÜRGERAKTION PFERSEE wendet sich mit detaillierten Reparaturhinweisen seit Jahren an die zuständigen Stellen. Anlässlich des Schuljahresbeginns haben wir Herrn Köhler nun erneut auf auch noch kurzfristig umsetzbare Schutzvorkehrungen hingewiesen, bisher aber nur vage Hinweise auf unvollendete Prüfungsverfahren erhalten. „Es mag ja sein, dass im Schulreferat der tägliche Hol-und-Bringdienst mit dem Mama-Taxi bereits als Regelfall angesehen wird“, so der Sprecher der BÜRGERAKTION PFERSEE. „Wir werden dennoch weiterhin die Bereitstellung sicherer Schulwege anmahnen und sehen uns in dieser Forderung mit dem Elternbeirat einig.“

Zum Seitenanfang
Pressemitteilung vom 06.09.2011
Wertach Vital sitzt weiter auf dem TrockenenPDF-Datei
Immer noch keine Planfeststellung für den 3. Bauabschnitt von „Wertach Vital“ zwischen B 17 und der Lokalbahnbrücke!
Verteidigt die Stadt mit Hilfe von Kleingärtnern ein städtisches Grundstück gegen den Hochwasserschutz?

Mittlerweile haben wir Schreiben der Stadtverwaltung, in denen dem Projekt Wertach Vital hohe Priorität zugemessen und dessen Bearbeitung unter Hochdruck versichert wird, genug in Händen. Nur ändert das nichts an dem Umstand, dass für den 3. Bauabschnitt zwischen B 17 und der Lokalbahnbrücke noch immer der dringend notwendige Planfeststellungsbeschluss aussteht. Die bisher letzte Zielmarke, um das Verfahren - nach mehr als einem Jahr - zum Abschluss zu bringen, benannte gegenüber der Bürgergruppe Wertach Vital II den mittlerweile wieder fruchtlos verstrichenen August 2011.

Unterdessen hinkt der Baubeginn allein für den 3. Bauabschnitt bereits 3 Jahre hinter dem Zeitplan her: Laut Protokoll wurde der Baubeginn in der 23. Bürgergruppensitzung am 19.09.2007 mit Herbst/Winter 2008 avisiert, bis zur Bürgergruppensitzung Nr. 28 vom 29.06.2011 wurde daraus bereits Dezember 2011.
Und wäre da nicht der augenfällige Schlingerkurs, den die Stadtpolitik in puncto Hochwasserschutz steuert, gereichte die verschleppte Planfeststellung lediglich zur bitteren Anekdote, angesichts der nahenden Jährung einer bisher zweckfreien Rodung der Wertachaue.

So aber fügt sich ein Puzzleteil zum anderen und bei unserer Ursachenforschung stoßen wir immer wieder auf eigenartige Umstände: Wie uns mittlerweile bestätigt wurde, liegen die umstrittenen Flächen der Gartengemeinschaft „Am Wertachdamm“ nicht nur mitten im Wald, sondern samt und sonders auf städtischem Grund, der parzellenweise vom städtischen Liegenschaftsamt mit lediglich halbjähriger(!) Kündigungsfrist vergeben wird. Solche Flächen gibt und gab es viele an der  Wertach. Nur im Unterschied zu denen „Am Wertachdamm“ wurden diese Flächen (sogenanntes Grabeland) entlang der Lutz- und Hessenbachstraße von der Stadt Augsburg mit Verweis auf den Eigenbedarf „Hochwasserschutz“ fristgerecht und ohne Angebot von Ersatzflächen gekündigt.

Für uns stellt sich daher die Frage, warum für den 4. Bauabschnitt zwischen B 17 und Ackermannwehr von dieser Praxis abgewichen wird und die erforderlichen Retentionsflächen für einen wirksamen Hochwasserschutz mitten im Auwald nicht ebenso ersatzlos freigeräumt werden – zumal die Stadt das Grundstück voll mit anteiligen Projektkosten verrechnen kann. Den Finanz- und Liegenschaftsreferenten sehen wir im Rahmen der anstehenden Spardebatte somit gefordert seine
Prioritäten/Kriterien zu erläutern.
Zum Seitenanfang
Pressemitteilung vom 28.04.2011
Kriterienkatalog für die Linie 5PDF-Datei
Straßenbahn und Stadtentwicklung brauchen definierte Rahmenbedingungen

Unter dem Motto „Im Westen viel Neues – Wo fährt die neue Linie 5?“ findet am Mittwoch, 4. Mai, 19 Uhr, im Restaurant „Fischerstuben“ (Holzbachstraße 12) ein Informationsabend statt. Die BÜRGERAKTION PFERSEE hat diesen Termin ebenso angeregt, wie wir bereits zur Bürgerversammlung am 11.11.2010 ein Konzept für Rosenau- und Thelottvierteleingefordert haben, das verkehrliche und städtebauliche Ziele rund um den neuen Bahnhofswestzugang formuliert. Wir haben außerdem darauf gedrungen die Veranstaltung noch vor den Erörterungstermin zum aktuellen Planfeststellungsverfahren Hauptbahnhof am 9.5. zu setzen, um, als eine der wenigen Einwendungsführerinnen, dort noch zur Stimmungslage zu berichten.

Dass wir an der bisherigen Straßenbahnplanung kein gutes Haar entdecken, haben wir bereits erläutert (vgl. PM vom 23.2.2011). Insbesondere verstehen wir nicht, warum die Planung auf städtebauliche Rahmenbedingungen im Bahnhofsumfeld so gar nicht eingeht. Stattdessen wird bisher geplant, als ob Augsburg im Westen, wie weiland zu Festungszeiten, statt gewachsenen Stadtquartieren noch über freies Schussfeld bis über die Wertach verfügen würde.

Wir halten es daher für erforderlich für die Linie 5 unter Bürgerbeteiligung Kriterien zu entwickeln, die die neue Straßenbahnlinie nicht nur als urbanes Verkehrsmittel verstehen, sondern als höchst willkommenen Baustein für die städtebauliche Entwicklung. So gilt es in jedem Fall zu verhindern, dass bestimmte Lagen mit der Straßenbahn zwar innerstädtischer, aber gleichzeitig prägender Elemente beraubt werden.

Unsere Kriterien sind dabei schnell aufgezählt:
  • Verkehrsberuhigung für das Thelott-/Rosenauviertel und Entwicklung der Lage Seb.-Buchegger-Platz
Im Zusammenhang mit Berichten zur Katastrophe in Fukushima wurde auch berichtet, dass für die Opfer Ersatzwohnstätten erstellt werden sollen, angelehnt an Vorbilder der europäischen Gartenstadtarchitektur, wie z.B. das Thelottviertel in Augsburg. Man weiß also bereits weltweit von dem Kleinod im Augsburger Westen – für uns Grund genug die bestehenden Qualitäten zu bewahren und weiter zu entwickeln. Für uns erfordert das eine Straßenbahnhaltestelle auf dem Seb.-Buchegger-Platz, die (im Gegensatz zur Haltestelle unter dem Hbf) ebenerdiges Umsteigen zwischen den Linien möglich macht und den Platz zur Lauflage entwickelt. Die weitere Führung der Linie 5 durch die Hörbrotstraße, die zur Anliegerstraße herabgestuft und als unechte Einbahnstraße (z.B. nach Westen) die Einfahrt verwehrt, stellt für uns die einzige Möglichkeit einer nachhaltigen Verkehrsberuhigung für das Thelottviertel dar.
  • Städtebauliche Sanierung der Pferseer Straße als Kompensation für die entfallenden Straßenbahnhaltestellen
Der Verlust der Straßenbahnhaltestelle Rosenaustraße bedeutet für die städtebaulich heruntergewirtschaftete Pferseer Straße eine wesentliche Schwächung ihrer Marktfunktion, die nach Kompensationsmaßnahmen schreit. Da die Pferseer Straße deutlich breiter als die Augsburger Straße ausfällt, kann problemlos deren Gestaltungskonzeption bis zur Pferseer Unterführung ergänzt und mit einer Tempo-30-Regelung der Lückenschluss zur, künftig ebenfalls auf Tempo-30 reduzierten, Frölichstraße geschlossen werden. Das beiliegende Foto dokumentiert nicht nur früher bereits gegebene städtebauliche Qualitäten in der Pferseer Straße, sondern auch was nach Rückbau der Haltestelle östlich der Rosenaustraße wieder möglich würde. Tatsächlich erforderlich wäre in der Pferseer Straße nur noch ein Gleis, das mit dem Dreieck Hörbrot-, Pferseer- und Rosenaustraße, eine Wendeschleife westlich des Bahnhofs ermöglicht.
  • Kompletter Erhalt der stadtbildprägenden Alleen in der Rosenaustraße
Die vorhandenen Alleen in der Rosenaustraße sind ein elementares Merkmal für die angrenzenden Wohnlagen. Anstatt z.B. die Architektur-Ikonen Schubert- und Lessinghof ihres Rahmens zu berauben, gibt es genügend Varianten die Straßenbahn stadtverträglich zu installieren: Das kann über eine Mitführung im Straßenraum erfolgen, wie in der Augsburger Straße. Das kann eine Regelung mit den gegenläufigen Einbahnstraßen Rosenauund Holzbachstraße ebenso sein, wie eine Führung der Linie 5 über Hörbrot- und Holzbachstraße.
  • Wertigkeit des Bahnhofszugangs von Westen durch deutliche Steigerung der Aufenthaltsqualität
Dazu sind insbesondere die verfügbaren Flächen für Radfahrer und Fußgänger aufzuweiten. Die Entwicklung von Lauflagen entlang der Rosenaustraße ist fast zwangsläufig zu erwarten. Das verlangt ausreichende Breiten vor künftigen Schaufensterfronten und ausreichend Bewegungsräume, um am neuen Bahnhofszugang auch anhalten, aus- und einsteigen zu können. Fußwege dürfen daher nicht mit Radwegen überfrachtet werden, schon gar nicht mit gegenläufigen. Die propagierte Hauptzufahrt für Radfahrer in die Innenstadt über die Pferseer Unterführung muss sich daher erkennbar und selbsterklärend auffinden lassen, wenn die Radfahrer-/Fußgängerkonflikte nicht von der Pferseer Unterführung in die neue Bahnhofspassage mit umziehen sollen.

P.S. Die bisherige Beschlusstrasse der Linie 5 über die Hessenbachstraße schließt sich für uns aus, da dann wieder eine Unterführung der Lokalbahn unter der Luitpoldbrücke erforderlich würde – mitten in die eben fertiggestellten Hochwasserverbauungen von Wertach Vital hinein. Insbesondere, da der zusehend dichtere Regio-Schienentakt und Güterverkehr für die Lokalbahn wegen entfallender Kreuzungsmöglichkeiten im Bahnhofsbereich eine verstärkte Nutzung der sog. Nordschleife erforderlich machen.

Jede Trassenführung am Wertachostufer macht Ausbauarbeiten an der Brücke Bgm.-Ackermann-Straße erforderlich. Nur eine Führung der Linie 5 über die Holzbachstraße, und weiter auf der dichter besiedelten Südseite der Bgm.-Ackermann-Straße, ermöglicht einen Ersatz der Goggelesbrücke als integrierte Maßnahme.

Zum Seitenanfang
Pressemitteilung vom 23.02.2011
Nächster Murks am Bahnhof? PDF-Datei
Unabgestimmte Planung, im Schlagschatten der Königsplatzdebatte, erscheint kaum noch
heilbar. Stadtwerke verfallen in altbekannte Verhaltensmuster

Bahnhof geht eigentlich ganz einfach. Wir wollen hinkommen und meistens möglichst schnell weg oder weiter. Dafür braucht es die nötige Infrastruktur und eine verträgliche Einbindung in die vorhandene städtebauliche Struktur.

Nun wollen wir nicht behaupten, dass die benannten Rahmenbedingungen in Augsburg gänzlich unbekannt geblieben wären. Denn die Planungswerkstatt Innenstadt und Mobilität 2007 und der Ideenwettbewerb Innenstadt wussten jeweils mit hoher Qualität auf die gestellten Anforderungen zu antworten. Nur sind diese Ergebnisse für unsere Stadtwerke anscheinend zur Verschlusssache erklärt worden, Eingang in das aktuelle Planfeststellungsverfahren zum Hauptbahnhof haben sie jedenfalls nicht gefunden.

So kann man am neuen Westzugang zum Hauptbahnhof weder Anhalten um Aus- oder Einsteigen zu ermöglichen. Eine  Bushaltestelle ist weder für städtische Buslinien, noch für Regionalbusse vorgesehen. Parken muss dort anscheinend auch niemand und Radwege lösen sich undefiniert im Nichts auf. Für die Linie 5 bleibt eine Trassensuche ebenso vergeblich, wie zur Entlastungsstraße im Westen der Gleisharfe. Letztere, eben noch vom Stadtrat bekräftigt, sieht sich von einem geplanten Betriebsgebäude der Bahn ausgebremst. Und von all diesem ungenutzten Potential sichtlich beeindruckt torkelt die Straßenbahn künftig wie besoffen durch die Pferseer Straße.

Die Linie 6 wendet sich mit Grausen, aber auch nur vom Regen zur Traufe. Denn spätestens am Bahnhofvorplatz müsste sie berichten, dass die Planung weder von einer Verlagerung der Regionalbusse auf den Ladehof weiß, noch von der eindringlichen Mahnung des aktualisierten Einzelhandelskonzeptes, die Bahnhofstraße einladend an ihren Namenspatron anzubinden. Den Eingang blockiert auch künftig und bräsig der Nothalt der Linie 4 für Gersthofen. Und zur desolat entlaubt vorgesehenen Halderstraße erübrigt sich jeder Kommentar.

Zwar wird für 2012 ein städtebaulicher Wettbewerb rund um den Seb.-Buchegger-Platz in Aussicht gestellt und, auf unser Zutun, ein Verkehrskonzept für Thelott- und Rosenauviertel mittlerweile ebenfalls für erforderlich erachtet. Wir fragen uns aber, was damit noch zu erzielen bleibt, wenn das Planfeststellungsverfahren, unter weitgehendem Ausschluss einer öffentlichen Begleitung, zur Disposition nur noch Restflächen übrig lässt (vgl. Anlagen).

Wir fragen uns auch warum die, mit dem Verfahren betraute, Regierungeiner mittlerweile stattlichen Liste von Änderungswünschen aus dem Baureferat folgen sollte, da die Stadt Augsburg über ihre Tochter Stadtwerke Antragsteller für die vorgelegte Planung ist. Zur Heilung einer mangelhaften Abstimmung innerhalb der Verwaltungen ist das Genehmigungsverfahren aber nicht vorgesehen.

Aber vielleicht haben wir es auch nur mit einem Symptom von Traditionspflege zu tun. Wie vor Jahren für den Königsplatz legen die Stadtwerke eine in jeder Hinsicht umsichtsfreie Planung vor. Der Fortgang dieser Geschichte könnte noch bekannt sein.
* * *
Kontakt: Dietmar Egger – Egelseestraße 9, 86157 Augsburg, Telefon 448 15 90

Anlage 1

Anlage 2

Anlage3

Zum Seitenanfang

Pressemitteilung vom 11.08.2010
Tempo 30 statt Tunnel PDF-Datei
BÜRGERAKTION PFERSEE empfiehlt Tempo 30 als Lösung aller Verkehrsprobleme
zum Kö-Umbau und fordert optimierte Planung für Umweltverbund Die Bürgeraktion Pfersee begrüßt die Pläne der Stadt Augsburg zum Königsplatzumbau, hier besonders die endgültige Ablehnung der Tunnellösung, als richtungs- und zukunftsweisend. Dennoch machen wir in unserer Stellungnahme zum Bebauungsplan auf städtebauliche Probleme aufmerksam, für die sich aber einfache Lösungsmöglichkeiten anbieten:
  • U.a. die sog. Manzu-Schleife – das zusätzliche Straßenbahngleis von der Bgm.-Fischer-Straße in die Fuggerstraße, das den neuen Platz zerstört,
  • die unbefriedigende Gestaltung der Kaiserhofkreuzung – ohne Grünfassung und mit massiven Nachteilen für Fußgänger,
  • die einer Fußgängerzone Bahnhofstraße widersprechende Erschließung des Bahnhofviertels.
Den einander scheinbar entgegenstehenden Wünschen nach mehr Aufenthaltsqualität und Erreichbarkeit der Innenstadt könnte ebenso wie berechtigten Anliegen betroffener Anwohner nach Verkehrsminderung mit einer Tempo 30 Regelung problemlos entsprochen werden. Wobei wir nicht verstehen, dass der Planung nicht die gewollte Verkehrsentlastung und ein aktualisierter Modal-Split zugrunde gelegt werden – als ob die neue Linie 6 nur heiße Luft transportieren würde.

Unsere Erfahrungen mit der Tempo-30-Regelung in der Augsburger Straße sind durchweg positiv. Seither ist der Lärmpegel gesunken, Fußgänger können problemlos die Straßenseite wechseln. Auch die Radfahrer können im Verkehr „mitschwimmen“ und es gibt nur wenig Leerstände von Geschäftsflächen.

Vielleicht sollte sich die Stadt wieder mal ein Beispiel an Pfersee nehmen!

Außerdem erinnern wir an längst beschlossene Straßenbegrünungen (im Zuge des Verkehrsberuhigungskonzeptes für Pfersee), die sich nun als erforderliche, innerstädtische Ausgleichsmaßnahmen geradezu aufdrängen.

Weitere Auskünfte gibt:
Dietmar Egger – Egelseestraße 9, 86157 Augsburg, Telefon 448 15 90

Stellungnahme zum Bebauungsplan

Zum Seitenanfang
Pressemitteilung vom 20.11.2009

Überblick verloren? PDF-Datei
Im Zweifelsfall populistisch scheint das Motto der aktuellen Etatberatung zu sein. Augsburg streicht die Mittel für den Hochwasserschutz zusammen, findet aber immer noch genügend Geld für Großprojekte

Finanzreferent müsste man sein. Dann könnte man mit sorgenvoller Miene dem gemeinen Volk in`s Gewissen reden und mit Durchhalteparolen zum Verzicht gemahnen. Und indizienfrei bekäme man die Weitsicht zugestanden Priorität und Petitesse zu unterscheiden und Kernaufgaben von Anspruchsdenken zu trennen.

Zu den städtischen Kernaufgaben zählen wir nach wie vor den Hochwasserschutz. Denn auch 10 Jahre nach der Pfingstflut kann das Projekt Wertach Vital II erst 2 Bauabschnitte als erledigt melden. Für den 3. Bauabschnitt stehen noch nicht einmal die Ausführungsplanungen, der 4. Bauabschnitt sieht sich sogar erst im Entwurfsstadium.

Nun wollen wir zwar nicht ausschließen, dass sich der Referent lediglich verspekuliert. Denn eigentlich muss er wissen, dass von den 760.000 EUR, die er dem Hochwasserschutz verweigert, ca. 600.000 EUR allein für den Grunderwerb zugesichert und wohl längst vertraglich gebunden sind.

Wir sehen daher den Oberbürgermeister gefordert, der sich am 23. Mai., zum 10. Jahrestag der Pfingstflut, aus erster Hand informieren konnte wie lebendig die Erinnerung an die Katastrophe vor Ort ist und die Pferseer im Glauben wiegte, die Stadtregierung habe ihre Lektion gelernt. Zumindest für die Landesregierung lässt sich dieses behaupten. Denn deren hälftiger Kostenanteil ist gesichert und abrufbar, aber nur falls die Stadt Augsburg nicht aus dem Hochwasserschutz aussteigt.

„Wir fragen uns natürlich, ob man sich der politischen Brisanz nicht bewusst ist, wenn das Projekt Wertach Vital 2010 ausgerechnet auf Höhe der Uhlandwiesen endet, mithin dem Gebiet, das 1999 flächendeckend abgesoffen ist“, so der Sprecher der BÜRGERAKTION Dietmar Egger. „Und natürlich ist z.B. der Umbau des Eisstadions wünschenswert, die Priorisierung ist aber nur mit Populismus zu begründen, da eine Verzögerung eines solchen Projektes mit Sicherheit nicht lebensbedrohlich wäre.“

Zum Seitenanfang

Pressemitteilung vom 18.10.2009
Die Ersten werden die Letzten sein…PDF-Datei
Während unter dem Schild „Stadtumbau West“ im gesamten Stadtgebiet
Entwicklungskonzepte präsentiert werden, wartet Pfersee seit nahezu 2
Jahren auf Ergebnisse der Voruntersuchungen
Der Pferseer an sich ist sanftmütig und mit einer Engelsgeduld gesegnet. So freuen wir uns auch aufrichtig mit näheren und ferneren Nachbarn, vor allem da die frisch präsentierten Entwicklungskonzepte/-szenarien für das Textilviertel und Kriegshaber zu Hoffnung berechtigen.

Doch jede Erfolgsmeldung erinnert uns auch daran, dass das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“ zuerst für Pfersee aufgenommen wurde. Die Auftaktveranstaltung mit Ideensammlung konnte bereits im Dezember 2007 vermeldet werden, Nachbarschaftsforen folgten schon im Februar 2008. Doch seither herrscht Sendepause, dem Zeitplan hinken wir bereits
ein Kalenderjahr hinterher.

Nun können wir bezeugen, dass Pfersee nicht etwa mit Anregungen geizte. Und wir wissen auch, dass das beauftragte Team vom „Urbanen Wohnen“ seine Voruntersuchungen termingerecht
im Herbst 2008 bei der Stadtverwaltung vorlegte. Doch während das Textilviertel (Projektstart erst im Frühjahr 2008) bereits ein integriertes Stadtentwicklungskonzept vorweisen kann, stehen wir staunend am Rande. Wohlwissend, dass das anstehende Planfeststellungsverfahren zum Hauptbahnhof auch Aussagen zur Anbindung der westlichen Stadtteile berücksichtigen sollte, zur Führung der Straßenbahnen und sonstigen Verkehrsströme. Uns brennt die Gestaltung unserer zentralen Plätze und der Fortgang der flächenhaften Verkehrsberuhigung unter den Nägeln. Wir vermissen den Brückenschlag über die Bgm.-Ackermann-Straße und einen kräftigen Flicken im Radwegenetz, das ohne Goggelesbrücke diese Bezeichnung nicht verdient.

Vor allem aber wollen wir nicht zusehen, wie die Innenstadtplanungen das Bahngelände überwinden, um staunend festzustellen, dass die Welt westlich davon nicht etwa aufhört. Aber vielleicht haben nur wir „Stadtumbau Pfersee“ als einen klug gesetzten Baustein zur Verknüpfung von westlichen Stadtteilen und der Innenstadt verstanden.

Ihr Ansprechpartner: Dietmar Egger, Telefon: 0821/448 15 90
Zum Seitenanfang
Pressemitteilung vom 16.03.2009
Goggelesbrücke in 2 Etagen PDF-Datei
BÜRGERAKTION mahnt Gesamtschau für den Augsburger Westen an und
sieht Alternative mit Linie 5: Brücke für Tram, Fußgänger und Radler

„Die Goggelesbrücke ist als wesentlicher Baustein im Geh- und Radwegenetz für Pfersee unverzichtbar“, steht für die BÜRGERAKTION PFERSEE unmissverständlich fest, „da das Vorläuferbauwerk aus einer der Hauptachsen im Westen herausgebrochen wurde, die von der Innenstadt bis nach Stadtbergen führt und als wesentlicher Bestandteil in sämtlichen Planungen geführt wird.“

Für die BÜRGERAKTION lässt sich aber die Thematik der Goggelesbrücke nicht losgelöst betrachten, da für den Augsburger Westen ein sehr komplexer Aufgabenkatalog zu beachten ist. Nicht umsonst werden im Rahmen eines Stadtumbau-West-Projektes die Stadtteile Pfersee und Kriegshaber intensiv untersucht. Und die Ergebnisse des Innenstadtwettbewerbs sind geradezu eine Steilvorlage für den Planungsraum. Beachtung kommt dabei im Wesentlichen der Straßenbahnlinie 5 zu. Deren Trassenführung ist bis heute nicht planfestgestellt, eine Entscheidung zur Trassenführung ist aber schon für das Genehmigungsverfahren Hauptbahnhof unerlässlich.

„Die sog. Entlastungsstraße auf der Hangkante sehen wir nicht“, so Dietmar Egger, der Sprecher der BÜRGERAKTION, „denn die Bahn wird an der Ausfahrt des Güterbahnhofs nichts abtreten. Wir gehen also davon aus, dass die Rosenaustraße noch lange einen Großteil der Verkehrslast zu tragen hat. Aber der Ideenwettbewerb liefert mit der Straßenbahnführung durch die Hörbrotstraße bereits eine Lösung, weil der lediglich kreuzende Verkehr erheblich leichter zu bewältigen ist, als mit den 3 Linien 3, 5 und 4 die Kreuzung mit der Pferseer Straße völlig zu überfordern.

– Außerdem kann das Thelott-Viertel mit einem Tausch MIV gg. Umweltverbund nur gewinnen.“

Unser Votum lautet also:
Führung der Straßenbahnen aus der Hörbrotstraße in die Westlage Perzheimstraße mit einer Haltestelle, somit kurzen Umsteigewegen zur Luitpoldbrücke, und Weiterführung der Linie 5 entlang der Holzbachstraße. Die Holzbachstraße hat derzeit 4 Spuren, 2 davon zum Parken. Wenn die westliche Parkspur für die Straßenbahn umgenutzt wird, muss die Grünanlage nur mit einem Stadteinwärtsgleis belastet werden. Die Linie 5 kann dann weiter auf der Südseite der Bgm.-Ackermann-Straße über die Wertach geführt werden, gleichzeitig Rosenauviertel, die Bäder an der Schwimmschulstraße und den Plärrer bedienen und als 2-stöckiges Brückenbauwerk auch die Goggelesbrücke ersetzen. Oben, auf Straßenniveau die Trambahn, und untergehängt, auf Höhe der Wertachufer, ein Steg für Fußgänger und Radfahrer.
Montage:
                                                          Goggelessteg
                                                          unter der
                                                          Brücke
                                                          Ackermannstraße
Fotomontage: Goggelessteg unter der Brücke Ackermannstraße

Skizze
                                                          Trasse Linie 5
Luitpoldbrücke
Trasse
                                                          Linie 5
                                                          Ackermannstraße

Zum Seitenanfang
Pressemitteilung vom 26.01.2009
Nur Rumpelunterricht in der Westparkschule PDF-Datei
Stadtrat will Lüftungsanlage einsparen und verfehlt die einfachsten Anforderungen an Lufthygiene.

Das Bauvorhaben Westparkschule kommt nicht aus den Schlagzeilen. Zuerst zog man sich den Unmut der Pferseer Bevölkerung zu, als ruchbar wurde, dass - entgegen allen früheren Versprechungen - die äußerst zentral gelegene Spicherer Schule dafür aufgegeben werden sollte. Dann blähte man das Raumprogramm auf und versuchte die Mehrkosten dem in der Stadt der Umweltkompetenz ungeliebten Passivhausstandard in die Schuhe zu schieben.

Wie die BÜRGERAKTION bei Einsicht in die aktuelle Planung feststellen konnte, verzichtet die jüngste Variante in erster Linie auf eine zentrale Lüftungsanlage samt Technikkeller. Was stolz als Coup und 4 Mio. EUR Kosteneinsparung vermeldet wurde, kann sich aber schnell zum Bumerang entwickeln. Denn ohne mechanische Lüftung erscheint ein geregelter Unterricht nicht durchführbar. Und das wäre doch das mindeste, was man für 19 Mio. EUR von einem Schulneubau verlangen darf.

Denn DIN-Vorschriften fordern in Schulräumen 30 m³ Frischluftzufuhr pro Stunde und Person, um die CO2-Konzentration im erträglichen
Rahmen zu halten. Um diesen Luftwechsel zu garantieren, erklärten uns die Projektanten der Westparkschule, dass die Klassenräume dann eben alle 15 bis 20 Minuten stoßgelüftet werden müssen, d.h. Fenster komplett öffnen für 5-10 Minuten. Wie unter diesen Umständen noch konzentrierter Unterricht erfolgen soll, zumal sich Grundschulen zunehmend mit Aufmerksamkeitsdefiziten oder Hyperaktivität auseinander zu setzen haben, wollten sie allerdings nicht beantworten.

Die BÜRGERAKTION hat sich daher an den OB gewandt und fordert dringend eine nochmalige kritische Prüfung des Vorhabens. „Alle maßgeblichen Stellen wissen, dass erhöhte CO2-Konzentration zu Müdigkeit und Konzentrationsschwächen führen. Ebenso ist bekannt, dass mit alleiniger Fensterlüftung nur in Fassadennähe die Belastungsspitzen kurzzeitig gesenkt werden“ beklagt Dietmar Egger, der Sprecher der BÜRGERAKTION, die schizophrene Situation. “Man sollte meinen, dass unsere Grundschüler besonderen Schutz genießen. Was man von der allgegenwärtigen Beschwörung unserer Politiker Bildung habe oberste Prorität tatsächlich halten darf, macht folgendes Beispiel deutlich: Für Arbeitsplätze wird bereits bei CO2-Konzentrationen ab 700 ppm (BArbBl. 6/2005) Handlungsbedarf gesehen, in Schulräumen werden regelmäßig 4-5-fache Werte erreicht – ohne Konsequenzen“

Vgl.auch
Umweltbundesamt „Leitfaden für die Innenraumhygiene in Schulgebäuden“
Grenzwerteliste 2008 der Berufsgenossenschaften


Zum Seitenanfang
Pressemitteilung vom 17. Juni 2008
Völlig überzogen PDF-Datei
Stadtrat will im Hau-Ruck-Verfahren die Verkaufsflächen des Einkaufszentrums auf dem Gelände der Sheridan-Kaserne verdoppeln. Die BÜRGERAKTION PFERSEE befürchtet massive Schwächung des Stadtteilzentrums und vermisst belastbare Datengrundlage.

Der Bebauungsplan Sheridan-Kaserne wurde zwar erst am 26.1.2007 rechtsgültig, soll jetzt aber bereits wieder geändert werden. Obwohl die gültige Fassung an der Ecke Nestackerweg/Stadtberger Straße bereits 1.500 m² Verkaufsfläche für Nahversorgung vorsieht, soll diese Fläche auf Wunsch des Stadtrats – und ohne weitere Begründung – jetzt auf 3.000 m² verdoppelt werden. In der Auslobung zum Grundstücksvergabeverfahren heißt es dazu lapidar: „Der Stadtrat hat allerdings in Aussicht gestellt, die Obergrenze für die Verkaufsflächen auf diesem Grundstück bei entsprechender Nachfrage auf 3000 m² anzuheben.“

Welcher Teufel die Stadträte hier reitet ist nicht nachvollziehbar, da das städtische Einzelhandelskonzept (Prognosehorizont 2015) bereits eine Ansiedlung mit 1.500 m² Verkaufsfläche nur unter gewissen Bedingungen für durchführbar erklärt und die Aufstockung auf 3.000 m² vom zuständigen Amt für Stadtentwicklung strikt abgelehnt wird.

Während die Verträglichkeit für das Nahversorgungszentrum an der Ackermannstraße jahrelang diskutiert wurde, meint der Stadtrat ohne überprüfbare Daten entscheiden zu können. Allein ein Vollsortimenter benötigt ein Einzugsgebiet mit ca. 10.000 Einwohnern. Wie dann eine Ansiedlung von gleich 2 Lebensmittelmärkten, bei lediglich 2.000 Sheridan-Neubürgern, ohne Beeinträchtigung des gewachsenen Stadtteilzentrums erfolgen soll, erläutert niemand. Wohl deshalb enthält die Begründung zum Bebauungsplan auch keine Aussagen zur vorhandenen und erwartbaren Kaufkraft oder zur Verteilung auf einzelne Sortimente. Pikant dabei: das städtische Einzelhandelskonzept enthält diese Angaben detailliert für jeden Stadtteil und müsste für eine vernünftige Entscheidungsgrundlage nur fortgeschrieben werden.

„Man könnte glauben, man hätte es mit lauter Ortsunkundigen zu tun“, meldet sich nun die BÜRGERAKTION zu Wort. „Es ist doch offensichtlich, dass der vorgesehene Branchenmix mit Discounter und Vollsortimenter für Lebensmittel im Stadtteil konkurrenzlos wäre. Die vergleichsweise kleinen Läden im Stadtteilzentrum können mit den Standortbedingungen am Westfriedhof nicht mithalten – zumal benachbart auch noch ein städtisches Parkhaus errichtet werden soll.“

Es könne doch nicht Aufgabe einer städtischen Planung sein, so Dietmar Egger von der BÜRGERAKTION weiter, die am meisten frequentierten Läden aus dem Stadtteilzentrum zu vertreiben und die geschätzte Einzelhandelsstruktur Pfersees zu gefährden. Der Verlust z.B. der „Tengelmann“-Filiale, und damit des größten Magneten, hätte aber unweigerlich einen „Trading-down-Effekt“ zur Folge und würde alle bisherigen Investitionen in die Augsburger Straße entwerten.

„Wir halten eine dezentrale Lösung ohnehin für sinnvoller als ein „Nahversorgungszentrum“, das zwar für die Sheridan-Kaserne propagiert, aber am entlegensten, nördlichsten Ende situiert wird. Damit wird es z.B. für die Bewohner südlich des Grasigen Wegs untauglich. Immerhin beträgt die Entfernung von der Leitershofer Straße bis zum geplanten Standort schon in Luftlinie ca. 1,2 km, auf der Straße bis zu 1,8 km. Dass diese Wegstrecken dann wieder mit dem Kraftfahrzeug bewältigt werden, während wir ansonsten für Verkehrsberuhigung im Stadtteil kämpfen, macht den Unsinn der Planung doppelt deutlich.“

Wir weisen außerdem darauf hin, dass der gültige Bebauungsplan, nach einem jahrelangen Planungsprozess und unter Beteiligung der Pferseer entwickelt wurde. Die Planänderung zitiert auch, dass die „Bürgerwerkstatt Sheridan-Kaserne“ jede Schwächung des Geschäftszentrums vermeiden wollte. Diesen Konsens negiert die jüngste Planung aber komplett und der Stadtrat verabschiedet sich mit einer Nacht-und-Nebel-Entscheidung gleichzeitig von der modellhaften Bürgerbeteiligung.

„Wir fordern daher, das Änderungsverfahren einzustellen oder einen Branchenmix vorzugeben, der das Stadtteilzentrum und die wohnungsnahe Versorgung nicht beeinträchtigt. Ebenso wünschen wir uns von unserem Stadtrat, dass er die Interessen der langjährig ansässigen Händler achtet, die ihren Betrieb unter schwierigen Rahmenbedingungen führen, statt einen namenlosen Investor ohne Bezug zum Stadtteil zu unterstützen.“

Zum Seitenanfang
Pressemitteilung vom 08.Mai 2008
Bürgeraktion mit neuem Vorstand
Jahresbericht 2007 der BÜRGERAKTION PFERSEE erschienen

Bei der turnusmäßigen Vorstandswahl der Bürgeraktion Pfersee „Schlössle“ trat das langjährige Vorstandsmitglied Bernhard Kammerer nicht mehr zu Wahl an. Er wird zwar weiterhin für die Bürgeraktion Aufgaben übernehmen, verzichtete jedoch aus beruflichen Gründen auf das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden.  An seiner Stelle wurde auf der Jahreshauptversammlung neben Dietmar Egger als 1. Vorsitzender und Georgine Truckenmüller als stellvertretendes Vorstandsmitglied Uta Shaughnessy ebenfalls als Stellvertreterin in den Vorstand gewählt. Die übrigen Positionen bekleiden wie bisher Wolfgang Konrad als Kassier, Dr. Peter Seyboth und Ulrich Truckenmüller als Schriftführer. Als Beiräte wurden Monika Hinterreiter, Dr. Kirsten Höper, Detlev Ihlenfeldt, Bernhard Kammerer, Alexander Meyer und Angelika Simak, Roswitha Staudinger und Alexander Meyer neu gewählt. Im Beirat des Bürgerhauses wird die Bürgeraktion wie bisher durch Petra Kammerer und Klaus Konrad vertreten. Zu Revisoren wurden Roswitha Staudinger und Walter Schneider  bestellt.

So freut sich der wiedergewählte Vorsitzende Dietmar Egger auf die Zusammenarbeit mit den alten und neuen Vorstandsmitgliedern, schließlich gibt es auch in Zukunft wichtige Themen in Pfersee, wie der 3. Bauabschnitt von Wertach Vital oder die Mobilitätsdrehscheibe, die für die westlichen Stadtteile große Veränderungen bringen wird. Aktuell ist auch die Frage, welche Größe ein Einkaufszentrum im Bereich des Westfriedhofes haben darf, oder was mit dem Rosenaustadion geschehen soll, wenn die Arena in Haunstetten den Spielbetrieb aufnimmt.

Dietmar Egger dankte dem aus dem Vorstand scheidenden Bernhard Kammerer für die langjährige Führungsaufgabe. Schließlich trägt der gebürtige Pferseer mit seinem großen Wissen über den Stadtteil, mit seiner beharrlichen aber trotzdem stets auf Ausgleich bedachten Art wesentlich zum Erfolg der Bürgeraktion bei. Die erfolgreiche Bilanz der Organisation lässt sich wie jedes Jahr in dem Jahresbericht verfolgen, in dem auch heuer wieder die wichtigsten Pferseer Ereignisse und Entwicklungen aufgeführt sind. Verständlicherweise steht ganz oben der Bericht über das 25jährige Jubiläum, das die Bürgeraktion im letzten Jahr feiern konnte. So schmückt auch das „silberne Goggele“, mit dem erstmals bei der Jubiläumsfeier von der Bürgeraktion Erna Ebert als verdiente Pferseerin ausgezeichnet wurde, das Titelbild des Heftchen.

Darüber hinaus wird über die Zukunft der Spicherer Schule, über die Aktion „Stadtumbau Pfersee“, über die Entwicklungen im Bereich der Sheridan-Kaserne mit Halle 116 und dem Nahversorgungsproblem, und über die Situation der Jugend im Stadtteil berichtet. Den Umbau der B17-Kreuzung stellen die Chronisten ebenso vor wie die nach wie vor zähe Umsetzung des Konzeptes zur Verkehrsberuhigung in Pfersee.

Ferner werden die Auswirkungen der innerstädtischen Planungen auf Pfersee, wie z.B. das Projekt der Mobilitätsdrehscheibe, beleuchtet. Letztere wird sehnsüchtig von den Pferseern erwartetet um endlich einen standesgemäße Anbindung an die Innenstadt zu erhalten. Denn seit 100 Jahren, so ist in dem  Jahresbericht zu lesen, müssen sich die Pferseer durch die gleichnamige Bahnunterführung quälen, die sich  schon 1908 kurz nach deren Eröffnung als Verkehrshindernis erster Ordnung entpuppte, blieben schon damals die hochbeladenen Heufuhrwerke, die das Viehfutter in die Innenstadt bringen sollten, regelmäßig in der Unterführung stecken. Abgesehen davon, dass es heute die Lastwagen sind, die sich an der Oberleitung der Tram festfahren, hat sich hier 100 Jahre lang nicht viel geändert.

So ist es kein Wunder, dass die Pferseer immer noch auf der Suche nach dem Paradies sind, dass sie letztes Jahr in Markt Schwaben, wo der gebürtige Pferseer Bernhard Winter das Amt des 1. Bürgermeisters bekleidet, gefunden haben. Auch wenn das Paradies nur für drei Stunden auf der Seebühne der aktiven Marktgemeinde „mit Herz“ zu sehen war, die Kundschafter aus Pfersee konnten doch Einiges an Ideen und Anregungen aus der bayrischen Gemeinde nach Hause mitnehmen.
Interessierten Bürgern kann der Jahresbericht, der in einer Auflage von 800 Exemplaren erschienen ist, gerne  zugestellt werden. Anforderung  bitte unter der Rufnummer (0821) 52 00 79, über  Fax (0821) 52 00 94 bzw. im Internet unter www.pferseer.de.

Zum Seitenanfang
Pressemitteilung vom 08.Januar 2008

Zukunft für die Spichererschule?
Die Diskussion um die Zukunft der Spichererschule hat in Pfersee eine beträchtliche Dynamik erhalten. Die BÜRGERAKTION unterstützt die Initiative zum Erhalt der Schule.  Es gibt sehr gute Argumente dafür. Wir wollen damit aber auch einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten.

  • Die Spichererschule ist unverzichtbar für Pfersee-Nord. Wesentliche Argumente sind die Schulwege und die gewachsene Struktur um die Schule. Es ist nötig, die Schule mindestens als Filialschule weiterzu führen. Wir erinnern daran, dass während den Planungen zur Sheridan-Kaserne die Bürger nie mit der Alternative Westpark-Schule oder Spichererschule konfrontiert wurden, sondern die Westpark-Schule immer als Zusatzangebot präsentiert wurde.

  • Durch die vollständige Aufgabe der Schule zugunsten einer Westparkschule verlängert sich der Weg für Grundschulkinder aus Altpfersee beträchtlich. Dabei sind gefährliche Straßen, vor allem die Stadtberger Straße, zu überqueren. Nach unseren Erfahrungen mit der Thematik Schulwegsicherheit ist es nicht leicht, Verbesserungen zu erreichen. Für die Eberlestraße bestehen z. B. schon seit Jahrzehnten Forderungen der Eltern, die bis heute nicht umgesetzt sind.

  • Der Hort von Maria Stern, in unmittelbarer Nachbarschaft der Spichererschule, leistet äußerst wertvolle Arbeit im Bereich  Betreuung, Förderung und Integration, Es ist problematisch durch Verlagerung der kompletten Schule diese gewachsene Situation zu gefährden.

  • Die jetzt vorgenommene Sprengeleinteilung ist ausschließlich dem Bedarf der Columbusschule geschuldet und zerreißt gewachsene Strukturen im Viertel. Es ist sehr zu bedauern, dass es nicht gelingt, die Bürgermeister-Ackermann-Straße für Fußgänger querbar zu machen. Dies würde die Columbusschule füllen und die Entwicklung von Kriegshaber Süd voranbringen.  Wenn heuer das Gebiet der Reese-Kaseren entwickelt wird, entsteht eine völlig neue Situation, die dann auch wieder die Sprengel betrifft. Es ist dringend nötig, endlich die geplante Grünbrücke über die Ackermann Straße zu bauen, damit dieser Bereich zusammenwachsen kann.

  • Auch wenn von den zuständigen Stellen ein Bedarf bestritten wird, ist für uns das Thema „Weiterführende Schule für den Westen Augsburgs“ nicht vom Tisch. Die Gymnasien und Realschulen leiden unter Überfüllung und Raumnot. Streitigkeiten über die Finanzierung zusätzlicher Einrichtungen dürfen nicht auf dem Rücken der Schüler ausgetragen werden.

  • Wir setzen darauf, dass auf dem Sheridangelände Synergieeffekte und die historische Chance von freien Flächen genutzt werden um, evtl. in Zusammenarbeit mit Stadtbergen und dem Landkreis, Lösungen zu erreichen. Was für die B 17 Kreuzungen oder für Großprojekte wie GVZ und BMW an Zusammenarbeit möglich war, sollte im Bereich der Schulen umso leichter möglich sein.

  •  Die bestehenden Probleme der Spichererschule mit ihrem Umgriff und den Sportflächen, die sich in letzten Jahren trotz entsprechender Warnungen aus der Bevölkerung durch städtische Entscheidungen verschärft haben, lassen sich durch eine neue Schule auf dem Sheridangelände deutlich mildern. Gerade durch diesen Zusammenhang spricht alles dafür, den Standort   „Spicherer-Grundschule“ beizubehalten. Lediglich über die Form kann diskutiert werden.
Zum Seitenanfang
Pressemitteilung vom 10.November 2007
Erna Ebert erhält das „Silberne Goggele“
BÜRGERAKTION PFERSEE feiert 25. Geburtstag

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

wir kommen jetzt zur einer Premiere. Zum ersten Mal verleiht die Bürgeraktion das „silbernen Goggele“.
Bevor ich das Goggele überreichen darf, ein paar Worte zu diesem Namen, Schließlich sind heute unter unseren Gästen Neupferseer und Weitgereiste, sogar aus der Bundeshauptstadt, was uns besonders freut.
Bis vor kurze Zeit gab es in Pfersee die Goggelesbrücke, genau genommen war es ein mit einem Steg kombiniertes Wehr über die Wertach. Das markante Holzdach über den Antrieben des Wehrtores war neben der Herz-Jesukirche und dem Pferseer Schlössle eines der Pferseer Wahrzeichen.
Das Dach des Wehres schmückte seit jeher ein Wetterhahn oder Blechgockel oder auf gut Augsburgerisch eben ein Goggele. Und deshalb der Name „Goggelesbrücke“.
Nur selten musste das Wehr die Fluten der Wertach bändigen, wie hier auf diesem Schnappschuss aus dem denkwürdigen Jahr 1999. Es war eher ein Ort der Ruhe, ein beschaulicher Platz. Gesäumt von den großen Weiden genossen die Pferseer, vor allem die Kinder das Sonnenbad oder das Spiel an dem wenigen Wasser, das in der Wertach verbleiben durfte. Insofern sind mit diesem Ort bei vielen Pferseern durchaus positive Erinnerungen verbunden, zumal der Übergang manchen Umweg ersparte.
Konnte das Wehr an Pfingsten 1999 noch der Jahrhundertflut trotzen, war der Bauwerk buchstäblich gegen den steten Tropfen, der bekanntlich den Stein höhlt, sechs Jahre später machtlos. Im Februar 2005 entdeckte man irreparable Schäden an den Wehrpfeilern und ein paar Tage später waren Wehr und Brücke verschwunden. Allein das markante Dach konnte gerettet werden und dient seither im Augsburger Zoo als Wetterschutz am Robbenbecken. Der Vollständigkeit halber muss gesagt werden, dass der Abriss des Wehres ohnehin im Rahmen des Projektes „Wertach Vital“, dessen Notwendigkeit wir aus gutem Grund nicht bezweifeln wollen, vorgesehen war.
Trotzdem, mit Wehmut mussten die Pferseer damals zusehen, wie sie eines Wahrzeichens beraubt wurden. Gern hätten wir wenigstens den Goggel behalten, nachdem wir schon auf Wehr und Brücke verzichten mussten. Es gab Pläne, sich heimlich dieses Federviehs zu bemächtigen, allein die Sache erschien zu gefährlich.

Der Geburtstag der BÜRGERAKTION aber ist für uns Anlass, das Goggele wieder nach Pfersee zu holen. Nicht im Original – dem Dach auch noch seinen Goggel zu nehmen, wäre doch ein Frevel - sondern in Miniatur. Geschaffen von der Goldschmiedemeisterin Melanie Rach, einer waschechten Pferseerin, darf ich Ihnen hier das „Silberne Goggele“ vorstellen, dass wir heute verleihen wollen.
Ich darf jetzt Melanie Rach zu mir auf die Bühne bitten, die uns das Goggele mitgebracht hat.
Schon seit längerer Zeit gingen wir mit der Idee schwanger, uns bei Bürgerinnen und Bürgern zu bedanken, die ein großes Engagement für die Gemeinschaft an den Tag legen. Wir dachten dabei weniger an  Personen des öffentlichen Lebens, die in der Regel auch mit der einen oder anderen Auszeichnungen bedacht werden, wir dachten vielmehr an diejenigen, von denen schon Bert Brecht sagte “doch die im Dunkeln sieht man nicht“, also an die Bürgerinnen und Bürger, welche selbstlos anderen helfen und unterstützen. Unser Besuch heuer bei Bürgermeister Winter in Markt Schwaben – dort wurde eine solche Aktion hochoffiziell  eingeführt – hat uns ermutigt, ähnliches in Pfersee zu machen. So wollen wir uns als BÜRGERAKTION mit diesem Pferseer Wahrzeichen bei Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die sich in unseren Stadtteil besonders engagiert haben.
Unser erstes „Silbernen Goggele“ wollen wir heute an Frau Erna Ebert verleihen.
Ich darf jetzt Frau Ebert zu mir auf die Bühne bitten.

Liebe Erna
wir beide kennen uns schon lange, sind wir doch beide etwa zur gleichen Zeit 1976 nach Pfersee gezogen. Kennen gelernt haben wir uns beim Ortsverein der SPD. Seite an Seite haben wir später für ein Bürgerhaus in Pfersee gekämpft: Du und Dein viel zu früh verstorbener Mann Alfred als Vertreter der örtlichen Arbeiterwohlfahrt, wir für die BÜRGERAKTION. Unsere Vorstellungen über den Weg waren nicht immer deckungsgleich, im Ziel allerdings waren wir uns einig. Ich weiß noch gut, wie mir Alfred einmal sinngemäß sagte: „Peter“ sagte er, „ Ihr betrachtet alles so politisch. Das liegt mir nicht. Erna und ich möchten doch nur, dass unsere Mitglieder ein Zuhause haben, dass sie einen Ort haben, an dem sie ein paar Stunden mit Freunden zusammen sein können, an dem sie Spaß und ein bisschen Abstand vom grauen Alltag genießen können.“

Und das war Euer und ist auch heute noch Dein Bestreben und dafür möchten wir Dir heute als Zeichen unserer Anerkennung dieses Silberne Goggele verleihen. Du und Dein Mann habt Euer Engagement ausgerichtet, anderen Menschen zu helfen, anderen eine Freude zu machen, euren Mitbürgern ein paar schöne Stunden zu schenken. Ihr habt soviel organisiert, bunte Abende, Tanzfeste, Wochenendfahrten ich kann es alles gar nicht aufzählen.
Oft die eigenen Belange zurückstellend hast Du Dich um das Schicksal anderer Menschen gekümmert, hast Dich um diejenigen, die Hilfe und Unterstützung brauchen, gesorgt Und auch heute noch, wo Du eigentlich in einer Phase bist, guten Gewissens andere für Dich sorgen zu lassen,  kümmerst Du Dich im Christian-Dierig-Haus um Mitbewohner, die Hilfe benötigen. Dieses Engagement haben wir mit Respekt und Anerkennung registriert und es war uns ein Bedürfnis dies auch einmal deutlich zu machen. Das silberne Goggele, das ich Dir hiermit überreichen darf, ist Ausdruck unseres Respekts vor Deinem segensreichen Wirken. Wir wünschen Dir damit viel Freude und trage das Goggele mit Stolz.
Das Goggele ist ein Unikat, es ist einzigartig, noch weiß ich nicht ob und wann wir wieder diese kleine Auszeichnung verleihen können.

Zum Seitenanfang
Pressemitteilung vom 25. Oktober 2007
Zukunft für Pfersee
BÜRGERAKTION PFERSEE feiert 25. Geburtstag

Die BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ lädt am Samstag, 10. November 2007 ab 18 Uhr in den Pfarrsaal Herz-Jesu zur Feier ihres 25. Geburtstages ein. Als 1982 die BÜRGERAKTION PFERSEER SCHLÖSSLE gegründet wurde, wussten die Geburtshelfer, dass sie ihre Anliegen, die Rettung des Pferseer Schlössle und die Einrichtung eines Bürgerhauses nur in einem langwierigen Prozess durchsetzen werden können, dass sie jedoch eines Tages das 25jährige Bestehen feiern würden, ahnten sie damals nicht.

Die in der Tat für eine Bürgerinitiative lange Bestehenszeit begründet der Vorstand unter anderem mit der besonderen Situation von Pfersee. Der Rückzug der Textilindustrie, die einst diesen Augsburger Vorort prägte, aber noch viel mehr die Freigabe der Kasernenflächen, die über Jahre die räumliche Entwicklung von Pfersee bremsten, führen dazu, dass Pfersee auch in den nächsten Jahren mit einer Zunahme der Bevölkerung rechnen muss. Damit verbunden werden eine Reihe von notwendigen Entscheidungen unter anderem zu den Themen Verkehrsberuhigung, Schulbauten, Linienführung der Straßenbahn oder Radwegeplanung anstehen. Entscheidungsbedarf besteht aber auch beim Hochwasserschutz, bei der Versorgung mit Jugend- und Kinderspielplätzen oder bei der Gestaltung des Stadteilzentrums. Bei vielen Vorhaben konnte in der Vergangenheit die Bürgeraktion ihre Ideen zum Wohle des Quartiers einbringen. Leider wurden nicht immer Fehlentwicklungen verhindert.

Als Festredner bei der Jubiläumsfeier konnte Professor Karl Ganser gewonnen werden. Die Pferseer lernten den Stadtplaner bei einer ihrer Exkursionen als Schöpfer der Internationalen Bauausstellung  im Ruhrgebiet kennen. Der Experte berät zurzeit auch die Stadtwerke Augsburg bei der Suche nach einer neuen Nutzung für das ehemalige Gaswerk. Karl Ganser wird bei seinem Vortrag Pfersee aus dem Blickwinkel eines Planers analysieren und Vorschläge für die Zukunft des Stadtteils machen. Musikalisch wird der Geburtstag von der Gruppe „Vox orange“ umrahmt. Die A-Cappella-Sänger feierten einst im Bürgerhaus Pfersee ihre ersten Bühnenauftritte

Anlässlich ihres Jubiläums wird die Bürgeraktion erstmals das „Silberne Goggele“ an eine verdiente Persönlichkeit aus dem Stadtteils verleihen. Goldschmiedemeisterin Melanie Rach hat dafür von dem Wetterhahn, der einst dem Wertachsteg den Namen „Goggele“ verlieh, eine silberne Nachbildung in Form einer Anstecknadel geschaffen.

Wer Mehr über die Bürgeraktion erfahren will, kann in einer Stadteilzeitung, die am 10.11. erscheinen wird, Näheres über die Geschichte dieser Initiative erfahren.

Zum Seitenanfang

Pressemitteilung vom 25. August 2007
Das Paradies ist überall..
Mitgliederfahrt der  BÜRGERAKTION PFERSEE nach Markt Schwaben

Das Paradies ist überall, vor allem aber in Markt Schwaben. So könnte die Erkenntnis der BÜRGERAKTION PFERSEE lauten, nachdem sie heuer auf Einladung des gebürtigen Pferseers und Bürgermeisters von Markt Schwaben Bernhard Winter, dem Markt im Osten von München einen Besuch abstatten durfte.

Als krönenden Abschluss des Aufenthaltes geniessen die Pferseer auf Einladung des Bürgermeisters die „Weiherspiele“, bei denen mit großem Aufwand auf drei Bühnen im Stadtweiher das Stück „Das Paradies ist überall … eine fast bayrische Geschichte“ aufgeführt wird. Die Besucher ergötzen sich jedenfalls köstlich an dem mit bayrischem Humor vorgetragenen musikalischen Spektakel, dessen tiefschürfende Erkenntnis lautet: „Das Paradies liegt oft ganz in unserer Nähe, man muss es bloß sehen.“

Vor diesem außergewöhnlichen Kunstgenuss zeigt Bürgermeister Winter den Gästen aus Augsburg seine Gemeinde, nicht ohne vorher Erinnerungen an seine Jugendzeit in Pfersee auszutauschen. Bei dem Rundgang fallen den Besuchern besonders die Gestaltung des ehemals unbeachteten  Henningbaches zu einer naturbelassenen Grünanlage, die gleichzeitig dem Hochwasserschutz dient, ebenso auf wie  die gekonnte Sanierung und Nutzung des „Unterbräu“ durch Privatwirtschaft und Kommune, die dem Markt einen Bürgersaal und Räumlichkeiten für Vereine bescherte, bei der die öffentliche Hand nur gering belastet wurde.

Markt Schwaben, mit einem hohen Anteil an Senioren, bemüht sich genauso vorbildhaft mit Jugendzentrum und während den Ferien mit kostenlosen Filmvorführungen um die jungen Mitbürger. Dafür steht auch die Aktion „Gute Fee“. Geschäfte und Einrichtungen, die diesen Hinweis tragen, zeigen damit ihre Bereitschaft, Kindern und Jugendlichen in Nöten zu helfen z.B. mit einem Pflaster für das aufgeschlagene Knie. Der Slogan „Markt mit Herz“ wird so ideenreich umgesetzt.

Beim Besuch des Schulzentrums wird den Pferseern stolz das Storchenpaar gezeigt, das auf dem Dach des Schulhauses seinen Nachwuchs aufzieht. Vom Storchenhäusl im Schulhof aus lässt sich sogar per Videokamera ein Blick ins Nest werfen, die tolle Idee für einen anschauungsreichen und lebendigen Biologieunterricht.

Bürgermeister Winter, der sich auf keine „Hausmacht“ stützen kann, erläutert den aufmerksamen Gästen eindrucksvoll, wie er mit seiner Strategie des „runden Tisches“ die Kräfte des Marktes bündeln und so auch durchaus divergierende Interessen zum Wohle der Gemeinschaft zusammenführen kann.

Beeindruckt von dem aktiven Markt, der mit über 11.000 Einwohnern etwa halb so groß ist  wie der Stadtteil Pfersee, macht sich der Besuch aus Augsburg per Bahn oder Rad mit der Erkenntnis „Man muss es bloß sehen, das Paradies!“ wieder auf den Nachhauseweg.

Zum Seitenanfang

Pressemitteilung vom 06.Dezember.2006
Bürgerengagement wieder nicht gewürdigt!
                                                                                               
Was sollen die Bürger von einer Stadt halten, die ehrenamtliches Engagement auf allen Feldern einfordert und gleichzeitig das Engagement, der Bürger mit Füßen tritt?
Genau dies ist die Situation, wenn es um die Verkehrsberuhigung in Pfersee geht:
Schon 2005 haben Bürger auf Einladung der Stadt einen Grossteil ihrer Freizeit geopfert und, zusammen mit der Verwaltung, ein flächendeckendes Konzept zur Verkehrsberuhigung erarbeitet. Der Stadtrat stimmte dem Ergebnis zu, mit der Folge dass anschließend Versprechungen zur Realisierung der Planung konsequent gebrochen werden.

Mal ist es die Verkehrsbehörde, die noch prüfen muss, dann ein früher Wintereinbruch im Dezember und immer wieder, wie auch jetzt, die finanziellen Mittel, die nicht angemeldet oder nicht bereitgestellt werden. Dabei reichen die Versprechungen endlich etwas zu tun, um belastete Straßen sicherer zu machen, schon mehr als 10 Jahre zurück.

Die Erarbeitung des Konzeptes zur Verkehrsberuhigung war darüber hinaus ein wesentlicher Beitrag der Bürger zur Entwicklung der Sheridan-Kaserne. Die Diskussion um die Öffnung des Grasigen Weges, die für das Gebiet und ganz Pfersee eine starke Zunahme des Ver-kehrs bedeutet hätte, wurde so in die richtigen Bahnen gelenkt. Während der Bebauungs-plan Sheridan sich dadurch prächtig entwickeln konnte, hat der Rest von Pfersee das Nachsehen.
Die weitgehende Untätigkeit bei der Verkehrsberuhigung kann von den Bürgen nur als eine Verhöhnung ihres Engagements aufgefasst werden.

Die BÜRGERAKTION hat den Oberbürgermeister aufgefordert die Angelegenheit zur Chefsache zu machen. Es geht hier schon längst um mehr als die dringend nötige Verkehrsberuhigung. Es geht um die Glaubwürdigkeit der kommunalen Politik in Augsburg. 

Zum Seitenanfang
Pressemitteilung vom 03.Oktober.2006
Ideen von der „Regionalen Expo 2006“
Fahrt der Bürgeraktion Pfersee nach Wuppertal, Solingen und Remscheid

Die schon traditionelle Mitgliederfahrt der Bürgeraktion Pfersee führte heuer zu den Wurzeln der deutschen Industrie: Nicht im Ruhrgebiet, wie wohl die landläufige Meinung ist, sondern im Bergischen Land begann die Industrialisierung Deutschlands. Es waren unter anderem die Tuchmacher, die entlang der Wupper die ersten Fabriken gründeten, und so entdeckten die Pferseer dort ihnen bekannte Namen wie „Bemberg“, Namen, die auch einst den Textilort Pfersee prägten.

Anlass der Fahrt war aber die „Regionale Expo“. Unter diesem Stichwort fanden sich vor sechs Jahren die drei Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid zusammen, um gemeinsam regionale Projekte zu entwickeln, die den Strukturwandel in der Region aufgreifen und die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit des Gebietes verbessern sollte. Dieses Gesamtprojekt findet 2006 mit zahlreichen Aktivitäten, auf denen das Erreichte vorgestellt wird, seinen Abschluss.

So nahm sich Wuppertal die grundlegende Erneuerung der  Schwebebahn vor, diesem einzigartigen Verkehrsmittel, welches die längs des Flusses aufgereihten Stadtviertel verbindet. Schwebend erfuhren sich die Pferseer die Stadt an der Wupper, wobei das Wohnhaus des Arbeiterführers Friedrichs Engels ebenso auf dem Besuchsprogramm stand, wie der „Ölberg“, das Stadtviertel der ehemaligen Heimarbeiter. Unter Beteiligung der Bürger gibt die Stadtverwaltung diesem Viertel wieder neue Lebensqualität u.a. mit den Instrumenten der Entkernung und Schaffung von Grünzonen.

Am zweiten Tag der dreitägigen Exkursion nahmen sich die Pferseer die Stadt Solingen, bekannt vor allem für seine Stahlwaren, vor. Erstes Ziel war die Konversionsfläche am ehemaligen Hauptbahnhof, wo das Empfangsgebäude heute als Designmuseum genutzt wird, in dem neun europäische Hochschulen für Industriedesign ihre Entwürfe präsentieren. Daneben dienen die einstigen Stückguthallen  Künstlern und Manufakturen als Werkstätten und Ateliers und demnächst wird im Museum „Plagiarius“  die Produktpiraterie angeprangert.
 
Auch in Solingen fanden die Pferseer einen Bezug zu Augsburg, führt dort doch die mit 107m lichter Höhe höchste Ei-senbahnbrücke Deutschlands, die von der Maschinenfabrik Augsburg-München im Jahr 1897 im freien Vorbau errichtete „Müngster Brücke“, über das Tal der Wupper.  Heute lädt im Tal ein „Brückenpark“ mit vielen gestalterischen Elementen zur Wanderung längs des Flusses ein, entlang dem heute noch vereinzelt die Reste ehemaliger Schleifereien an die frühe Nutzung der Wasserenergie erinnern.

Ein Stück führte die Wanderung auch auf der „Korkenziehertrasse“, einer aufgelassenen Bahnstrecke, die sich nahezu eben durch Solingen schlängelt und so die einzelnen Stadtteile in dem ansonsten von vielen Hügeln geprägten Ort bequem für Radler, Skater und Fußgänger verbindet.

Den dritten Tag widmeten die Pferseer der Tuchmacherstadt Lennep, heute Teil von Remscheid. In dem weitgehend erhalten gebliebenen von den Schieferfassaden geprägten Stadtkern konnten sich die Augsburger  manch Wissenswertes über die Entwicklung der Tuchmacher von der Heimarbeit bis hin zur industriellen Fertigung aneignen, lernten das Geburtshaus von Conrad Röntgen kennen, dem es als ersten gelang, die nach ihm benannten „Röntgenstrahlen“ für medizinische Zwecke zu nutzen,  erfuhren aber auch vieles über die Bemühungen dieser Region, sich auch weiterhin als Standort zwischen den Rhein-Metropolen Köln und Düsseldorf zu behaupten.

Jedenfalls nahmen die Pferseer auch aus dieser Region die Erkenntnis mit, dass sich Geschichte und Zukunft einer Stadt oder einer Landschaft durchaus miteinander verbinden lassen. Mit neuer Nutzung bestehender Strukturen wird die Unverwechselbarkeit einer Region bewahrt ohne die Zukunft zu verbauen. Dies allerdings setzt Verständnis und Wollen voraus. Davon etwas mehr wünschen sich die engagierten Bürger für ihren Stadtteil und für Augsburg. Nur in Zusammenarbeit lassen sich Projekte bewältigen, wie sie durch die Regionale in Nordrhein-Westfalen entstanden sind.

Zum Seitenanfang

Pressemitteilung vom 07.April.2006
Goggeles-Brücke: Perfides Spiel
BÜRGERAKTION PFERSEE sieht Stadtspitze in Erklärungsnöten, Finanzreferent sollte sich nicht für durchsichtiges Manöver missbrauchen lassen

In seiner Pressemitteilung vom 05. April 2006 fordert Finanzreferent Dr. Gerhard Ecker „wer 1,3 Millionen Euro für die Fußgänger- und Radfahrerbrücke im kommenden Jahr ausgeben will, muss auch sagen, wo das Geld dafür herkommen soll“ und schiebt den schwarzen Peter flugs an die Bürger weiter.
Diese Bürgerschelte ist nach Meinung der BÜRGERAKTION PFERSEE aber völlig unangebracht:
  • Letztes Jahr musste nach dem Abriss des Wehres mit der Gogge-les-Brücke ein Regenwasserkanal umgehend verlegt werden, weil Rückstau- und Überflutungsgefahr für Teile von Pfersee-Nord bestand. Im Zuge dieser Arbeiten entschied die Augsburger Stadtspitze im Rahmen einer Krisenintervention, dass die Fundamente für den Ersatz der Goggelesbrücke während der laufenden Bauarbeiten für „Wertach Vital“ im selben Bereich erstellt werden sollten. Dabei ist zu unterstellen, dass der Stadtspitze die Notwendigkeit einer vorherigen Planung geläufig war, und dass aus dem Bau von Fundamenten auf den Bau der Brücke zu folgern ist. Das  schließt unseres Erachtens auch sehr konkrete Vorstellungen zur Finanzierung mit ein.
  • Im Sommer 2005 wurde dann ruchbar, dass der Staat Bayern sich weitgehend aus der Finanzierung von Hochwasserschutzmaßnahmen zurückziehen will. Die BÜRGERAKTION PFERSEE hat sich – zu einem Zeitpunkt, als der Stadtrat sich bereits in die Sommerpause verabschiedet hatte – bemüht die deutlich drohenden Sachschäden von der Stadt Augsburg abzuwenden (z.B. am neuen Düker in der Wertach und an der Brücke in der Bgm.-Ackermann-Straße) und  rechtzeitig (Anfang August `05, unmittelbar vor dem letzten Hochwasser) Augsburger Landtags- und Bundestagsabgeordnete alarmiert. Die bereits gestrichenen staatlichen Mittel für den Bauabschnitt Luitpoldbrücke bis Umgriff Goggeleswehr in Höhe von 1,7 Mio. EUR konnten in Folge gesichert werden – und der Anteil der BÜRGERAKTION wird uns auch allseits bestätigt (WWA, MdB Ruck …).
Für eine Nichtberücksichtigung der Maßnahme besteht und bestand also mit Freigabe der staatlichen Mittel weder für den letzten Etat noch für den anstehenden Nachtragshaushalt Anlass. Es sei denn, man hätte den Bürgern wider besseres Wissen vor einem Jahr Hoffnung gemacht. „Wir sehen alleine die Stadtspitze in der Pflicht den Pferseern zu erklären, welche Projekte ihr mittlerweile wichtiger sind als die Goggelesbrücke und warum man versucht uns ein X aus einem U zu dengeln. Für den Versuch, die Pferseer als unmäßig und nimmersatt zu verunglimpfen, sollte sich der Finanzreferent, dessen Arbeit wir im Übrigen sehr schätzen, nicht einspannen lassen“, erklärt Dietmar Egger als Sprecher der BÜRGERAKTION. „Wir haben das Unsere getan. Wir glauben aber einfach nicht, dass an dem Projekt festgehalten wird, falls nicht wenigstens die Planungsmittel freigegeben werden. Und wenn nicht noch mehr Geld versenkt werden soll, sollte man wenigstens das Wasserwirtschaftsamt informieren. Denn die laufende Gestaltung der Uferbereiche stellt voll auf den Neubau der Brücke ab und ist vielleicht bald nur noch als Mahnmal einer versprochen Brücke zu bestaunen.“
 Zum Seitenanfang

Pressemitteilung vom 01.April.2006

Bitte Sperrvermerk beachten: Nur für Samstag, den 1.4.

Schnell reagiert! – Fundamente für Goggelesbrücke kommen nun doch
Fundamente ziehen um – Der aktuelle hohe Wasserstand ermöglicht spektakulären Transport und Weltpremiere auf der Wertach
 
„Wir haben selten erlebt, dass die Stadt Augsburg so schnell und ausge-sprochen innovativ auf unsere Anliegen reagiert“ berichtet der Spre-cher der BÜRGER-AKTION PFERSEE, Dietmar Egger, begeistert. „Vor wenigen Wo-chen mussten wir die Öffentlichkeit noch alarmieren, dass für den Neubau der Goggelesbrücke aktuell keine Fundamente erstellt werden. Das folgende Medienecho hat in der Stadtspitze aber anscheinend für soviel Wirbel ge-sorgt, dass das städtische Tiefbauamt jetzt mit einer spektakulären Aktion doch noch den Bau der schmerzlich vermissten Brücke ermöglichen will.“
Eigentlich sei die Idee ja nahe liegend, so die BÜRGERAKTION weiter, aber man müsse sich natürlich auch trauen so etwas zu Ende zu denken, um von den nötigen ausgezeichneten Kontakten ganz zu schweigen. „Vom Amtsleiter Herrn Liepert wissen wir, dass die Bohrpfähle, die beim Bau der Luitpoldbrücke einst in einer Nacht- und Nebelaktion und ohne Stadtratsbeschluss für einen Lokalbahntunnel eingebaut wurden, seit Jahren bei hohen Grundwasserständen Sorgen bereiten. Ohne die nötige Auflast schwimmen die sozusagen auf und drücken gegen die Fahrbahn, was sich im Bereich der Asphaltdecke bereits deutlich abzeichnet.“
Die pfiffige Idee der Tiefbauer löst jetzt gleich mehrere Probleme: Von der Idee eines Lokalbahntunnels hat man sich längst gelöst, und was hier auf Dauer die Fahrbahn zerstört, wird dort für die Goggelesbrücke dringend benötigt. So werden also die Bohrpfähle am verkehrsärmeren Wochenende (Samstag, voraussichtlich ab 10.00 Uhr) aus dem Kreuzungsbereich Lutz-/Augsburger Straße entnommen und wenige hundert Meter flussabwärts wieder eingebaut. Dazu kommt der aktuelle hohe Wasserstand gerade recht. „Das Grundwasser drückt die Bohrpfähle ja eh schon nach oben, daher können sie vergleichsweise leicht geborgen werden, sobald die Fahrbahn aufgesägt ist“ erläutert Egger, den das Thema auch beruflich fasziniert. „Spektakulär wird das ganze Vorhaben aber erst dadurch, dass die ca. 12 m langen Betonpfähle derzeit auf der Wertach hinabgetreidelt werden können. Wegen der Baumaßnahmen für Wertach vital ist der Lokalbahndamm noch nicht ausreichend stabil, die Lokalbahn kann daher den Transport nicht übernehmen. Aber der Damm ist stabil genug, dass eine Lok die auf Pontons gelagerten Pfähle und über Zugseile den Fluss hinab sichern kann.“
Die notwendigen Pontons stammen übrigens auch aus der Region und wurden vom hiesigen Institut für leichte Flächentragwerke und einer Tochtergesellschaft der früheren Ballonfabrik ursprünglich zur Bemusterung der Allianz-Arena hergestellt.
„Natürlich glauben wir erst was wir sehen“, erinnert Egger, „die Träger für die Luitpoldbrücke kamen auch erst mit einer Riesenverspätung an. Aber das In-eresse der Pferseer war auch damals riesig. Und vielleicht hat unser Einzelhandel auch gar nichts dagegen, falls die Aktion auch am Marktsonntag noch andauert.“

Zum Seitenanfang


Pressemitteilung vom 06.02.2006
Straßenbahnlinie 5: Gesamtkonzept erforderlich
BÜRGERAKTION PFERSEE hält Trassenvarianten ohne Städtebau- und Verkehrskonzept nicht für entscheidungsreif.

Die Diskussion um die Führung der Linie 5 im Thelott-/Rosenauviertel und in Pfersee hat deutlich gemacht, dass über Trassenvarianten ohne Gesamtkonzept nicht entschieden werden kann. Der neue Zugang erfordert eine umfassende Neuordnung der Verkehrsströme und des ruhenden Verkehrs auch im Westen des Bahnhofs. Aussagen dazu bleiben Stadtverwaltung und Stadtwerke aber bisher schuldig. „Das Projekt Mobiltätsdrehscheibe endet für uns nicht an der Rosenaustraße und die Linie 5 nicht an einer Wendeschleife. Daher verstehen wir nicht, dass die vorbereitenden Untersuchungen zum Bahnhofsumfeld (Speer und Partner) sich um jedwede Aussage westlich der Rosenaustraße drücken“, zeigt sich Bernhard Kammerer als Vorstandsmitglied der BÜRGERAKTION PFERSEE unzufrieden. „Es ist doch nur zu offensichtlich, dass Chancen, die das Thelottviertel mit dem Westzugang zum Bahnhof erhält, nur bei umfassenden flankierenden Maßnahmen genutzt werden können.“
Die BÜRGERAKTION PFERSEE fordert daher vor jedweder Trassenfestlegung (bisher vorgesehen für 16.2. im Bauauschuss) eine Gesamtschau, die sich mit den drängendsten Fragen auseinandersetzt:
  • Wie sollen ruhende und fließende Verkehre im Gesamtbereich zwischen Rosenau- und Hessenbachstraße neugeordnet werden?
  • Wie kann der störende Durchgangsverkehr aus dem