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Sheridan-Kaserne
- Grasiger weg
In den
letzten Sitzungen des Konversions- und des Bauauschusses wurde wieder
über eine Öffnung des Grasigen Wegs
diskutiert, obwohl seitens der Bürgerwerkstatt eine Empfehlung zur
Beibehaltung der Schließung
existiert und sich der Stadtrat eindeutig für dieses Ergebnis des
städtebaulichen Wettbewerbs ausgesprochen hat.
Damit wird die mittlerweile 4-jährige Arbeit in der
Bürgerwerkstatt Sheridan-Kaserne, die stets konstruktiv und in der notwendigen
Sachlichkeit und Ruhe statt fand, in Frage gestellt. Aktuell entseht
der Eindruck, als ob das zukunftsweisende
Projekt Konversionsflächen und die historische Chance einer
Entwicklung des Augsburger Westens
völlig auf den Baustein Verkehr reduziert wird.
Die
wichtigsten Argumente für eine Schließung des Grasigen Wegs
sind:
- Ein Blick auf den
Stadtplan genügt, um festzustellen, dass mit dem Grasigen Weg die
kürzeste Verbindung von der B
17 zur Innenstadt entstünde, eine Umfahrung des Zentrums von
Stadtbergen und, wie die
Prognosen belegen, eine Entlastungsachse für die
Ackermann-Straße.
- Der zusätzliche
Verkehr – ohne eine nennenswerte Entlastung einer anderen Straße
– entspricht einer Belastung, die
für Diedorf und Gessertshausen die Notwendigkeit von
Ortsumfahrungen begründet.
- Die Augsburger
Straße wurde eben für viel Geld umgestaltet, eine
Kanalisierung zusätzlichen Verkehrs ins Zentrum
Pfersees stellt alle bisherigen Stadtratsbeschlüsse seit 1993 zur
flächenhaften Verkehrsberuhigung in
Frage und provoziert eine Rückzahlverpflichtung von
Städtebaufördermitteln.
- Da die Augsburger
Straße nur begrenzt aufnahmefähig ist, landet das
überschüssige Verkehrsaufkommen in den dafür
gänzlich untauglichen Straßen Treu- und
Färberstraße, Von-Rad-Straße,
Höggstraße, Bgm.-Bohl-Straße mit teilweise sehr
dichter Wohnbebauung und engen
Straßenräumen.
- Die
„Gleichbehandlung“, die aus der Leitershofer Straße moniert wird,
hat die Augsburger Straße längst
vorweggenommen. Die Bebauung der ehemaligen SWP mit geplant ca. 1.800
Bewohnern wird
längst über den nahezu einzigen Zulauf Augsburger
Straße erschlossen.
- Eine ähnliche
Anzahl von ca. 2.000 zusätzlichen Bewohnern werden in den
Wohngebieten für die Sheridan-Kaserne
(Sheridan 70 ha, SWP 6 ha) erwartet und verteilen sich in der lockeren
Bebauung auf
den gesamten Osten des Plangebietes mit den Zuläufen
Leitershofer-/Bgm.-Bohl-Straße, aber auch, von Norden von
der Ackermann-Straße, über die Deutschenbaurstraße
oder aus Westen B 10/B 300 über
die Hagenmähder- und Stadtberger Straße. Der zusätzlich
erwartbare, aber entflochtene Ziel- und Quellverkehr, wird vom
bestehenden Straßennetz problemlos absorbiert.
- Eine
In-Frage-Stellung der vorhandenen Datenlage und der resultierenden
Verkehrsprognosen bedeutet auch, den,
auf gleicher Systematik basierenden, Augsburger
Verkehrsentwicklungsplan zu hinterfragen.
- Verkehrsberuhigung
ist nur direkt in den Haupterschließungsachsen zielführend –
aber möglich.
Siehe auch Protokoll der Vorstandsitzung vom
18.05.2004.
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