März „Wohin mit den Schülern in Pfersee“ Pferseer Bürgerstammtisch mit Schulreferent Sieghard Schramm April Ein Bäumchen wird am Mühlbach gepflanzt Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen „Pferseer Maifest“ - Die BÜRGERAKTION beteiligt sich mit dem Würstlstand Mai Gestaltung des Boule-/Eislaufplatzes an der Färberstraße Juli Einweihung der Musterstrecke „Wertach Vital“ Mitgliederfahrt in die „Radlerstadt Erlangen“ mit Besichtung der Konversionsfläche „Röthelheim-Park“ und nach Nürnberg mit Besuch des Dokumentationzentrums „Reichsparteitagsgelände“ Oktober Einweihung Boule-Platz an der Färberstraße Dezember Mitgliederversammlung mit Bericht aus Erlangen und Nürnberg (1. Teil)
Vorstand Am 20. April wählen die Mitglieder den Vorstand für zwei Jahre. Nachdem Brigitte Hopp-Köhler aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht, wird Georgine Truckenmüller als stellv. Vorsitzende neu gewählt. Dietmar Egger bleibt 1. Vorsitzender, ebenso Bernhard Kammerer Stellvertreter. Unverändert auch: Kassier Wolfgang Konrad; Schriftführer Dr. Peter Seyboth und Ulrich Truckenmüller; Revisoren Margarete Billian und Walter Schneider; Beiräte: Robert Bernhard, Uta Shaughnessy, Angelika Simak und Roswitha Staudinger . Mitglieder Die Zahl der Mitglieder verändert sich von 154 (01.01.2004) auf 155 (01.01.2005). Abschied müssen wir von unserem Mitgliedern Gabriele Heissler-Remy, Elisabeth Hämmerle, Anneliese Zacher und Siegfried Weißhaupt nehmen, die alle im Jahr 2004 verstorben sind. Kasse Der Kassier und die Kassenrevisoren tragen auf der Jahreshauptversammlung vor. Mitgliederversammlung 20.04.2004 Jahreshauptversammlung 09.12.2004 Mitgliederversammlung Vorstandssitzungen 18.05.2004 22.06.2004 20.07.2004 14.09.2004 26.10.2004 16.11.2004 18.01.2005 21.02.2005 21.03.2005 Die Protokolle finden Sie im Internet unter www.pfersee.de
Im Herbst 2004 löst bei der Vorstandswahl Stadträtin Annelies Haaser-Schwalm (Arbeiterwohlfahrt Pfersee) den langjährigen Vorsitzenden der AGP, Walter Stegmiller, der sich nicht mehr zur Wahl stellt, ab. Auch Herbert Heinemann, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Pfersee und deren Kommandant, Werner Klopfer, scheiden bei der AGP aus, nachdem sie ihre Ämter in die Hände jüngerer Wehrmänner gelegt haben. Unverändert werden in den nächsten drei Jahren dem Vorstand der AGP angehören: als 2. Vorsitzender Karl Linse (Katholische Arbeiterbewegung Pfersee), als Kassier Helmut Schramm (FFW Pfersee), als Schriftführer Dr. Peter Seyboth (BÜRGERAKTION PFERSEE), als Revisor Bernd Kastl (Germania- und Telekomchor) und als Beiräte Angelika Simak (BÜRGERAKTION PFERSEE), Erich Fuder (Sportschützen Pfersee), Manfred Dorner (DJK Pfersee) sowie Klaus Konrad (Pfersee aktiv). Höhepunkte im Jahr 2004 bilden wieder die Maibaumfeier, an der schon traditionell die BÜRGERAKTION PFERSEE den Bratwurststand betreut, und die Aufstellung des Christbaumes, der 2004 aus dem Thelottviertel kommt. Anzumerken ist, dass sich im gleichen Jahr die Zahl der angeschlossenen Vereine und Organisationen auf 20 erhöht, und dass sich die AGP eine geänderte Richtlinie gibt. Dem scheidenden Vorsitzenden Walter Stegmiller wird für sein langjähriges Wirken mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft gedankt.
Im Forum, in dem sich verschiedene Initiativen und Privatpersonen mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, die Lebensqualität in Augs-burg zu verbessern, wird die BÜRGERAKTION durch Robert Bernhard, Uta Shaughnessy und Bernhard Kammerer vertreten. Wesentliche Themen waren im Jahr 2004:
Mit den letzten beiden Themen wird sich das Forum auch 2005 beschäftigen. Aus Pferseer Sicht geht es vor allem um einen neuen, attraktiven Zugang zum Bahnhof von der Westseite und um die Führung der Linie 5 zum Klinikum.
![]() Wer sich für das Programm des Bürgerhauses interessiert, findet entsprechende Informationen unter: www.buergerhaus-pfersee.de
Im März 2004 informiert Sieghard Schramm, Schulreferent der Stadt Augsburg, auf einem Stammtisch der BÜRGERAKTION zur weiteren Entwicklung der Schulen in Pfersee. Die Ergebnisse lassen aufhorchen und zeigen, dass die neue Stadtregierung in diesem Bereich die richtigen Schwerpunkte setzen will:
Unklar
bleibt zunächst noch, wie es mit der Spichererschule weitergehen
soll. Angesichts der Schülerzahlen, mit denen durch die
Entwicklung am Westrand von Augsburg zu rechen sein wird, ist
vorläufig nicht vorstellbar, dass diese durch die neue Schule
vollständig ersetzt werden kann. Da geplant war, mit dem
Verkaufserlös für das Schulgrundstück die Sheridanschule
mitzufinanzieren, muss hier wohl nach anderen Möglichkeiten
gesucht werden, um die Infrastruktur für den Augsburger Westen zu
erstellen.Die Idee der BÜRGERAKTION, auf dem Sheridangelände ein Ganztagesgymnasium zu errichten, verfolgt die Stadt jedoch nicht weiter. Die historische Chance wird zwar gesehen, allerdings fehlt der Mut über die Verlegung städtischer Gymnasien ernsthaft nachzudenken. Ein Grund dafür ist die völlig unbefriedigende Situation bei den Beiträgen für Gastschüler aus dem Umland und beim Zuschuss für Schulbauten. Trotz den Erkenntnissen aus der Pisa-Studie werden Straßenbauten von der Bayerischen Staatsregierung nach wie vor wesentlich besser bezuschusst als Schulbauten.
Mit der Umwandlung der Kleingärten und des Dierig-Sportplatzes in ein gemischtes Baugebiet erleidet Pfersee Nord einen großen Verlust. Jahrzehntelang hat diese letzte Freifläche der Naherholung gedient und verschiedene Nationalitäten zusammengebracht. Damit ist Schluss als 2004 eine große Stadtratsmehrheit der Nutzungsänderung zustimmt. Mehr als zwei Jahre hatten einige hundert Bürger mit Einwendungen und Vorschlägen eine bessere Planung eingefordert. Eine parteienübergreifende Allianz macht klar, dass überhaupt nicht daran gedacht war, auf Anregungen einzugehen. Die von den Bürgern bekämpfte Planung wird kaum verändert abgesegnet. Das Festhalten an der Zerstückelung des wertvollen Grundstückes ist nicht nachvollziehbar. Die ökologische Ausgleichfläche, welche die dichte Bebauung erfordert, entsteht nicht im grünarmen Pfersee, sondern in Lechhausen! Die Spicherer-Schule verliert ihren Sportplatz und der Stadtteil seine grüne Lunge. Der Lebensmittelmarkt auf der Grünfläche hat wegen dem Nahversorgungszentrum an der Bgm.-Ackermann-Str. eine ungewisse Zukunft. Das „Fachforum nachhaltige Stadtentwicklung“ weist schon früh darauf hin, dass die neue Aufteilung des Grundstückes kurzsichtig und eine nachhaltige, qualifizierte Stadtplanung nicht zu erkennen sei. Man bezweifelt, ob der Grundbesitzer, der umfangreiche Investitionen tätigen muss, mit dieser Lösung langfristig gut bedient ist: Es sieht so aus, dass es auf der Fläche, auf der in der Vergangenheit der ganze Stadtteil profitiert hat, nur Verlierer geben wird.
Am 15. Juli wird die sogenannte Musterstrecke für den geplanten Umbau der Wertachufer den Pferseern präsentiert. Auf einer kurzen Strecke südlich der Luitpoldbrücke wird deutlich wie im Bereich dichter Bebauungen das Anliegen Hochwasserschutz und Renaturierung mit hohem Freizeitwert kombiniert werden kann. So was darf ausgiebig gefeiert werden – und umsorgt vom Catering der nahen Konditorei Schenk entdeckt Pfersee gleichzeitig den festlichen Rahmen der herrlichen Lindenallee in der Lutz-Straße. Im Buhlen um unsere Jüngsten haben wir allerdings deutlich das Nachsehen. Unsere Action-Zone mit Basketballkorb, Bolztoren und Spielmobil hat an diesem Tag keine Chance gegen die Bootswerft des Wasserwirtschaftsamtes.
Schon
lange wollten wir dem Bayrischen Mekka der Radler unsere Aufwartung
machen. Schließlich hat ein gebürtige Augsburger Erlangen zu
der Radlerstadt gemacht. Im August geht es mit der Bahn ins Frankenland, wobei wir die letzten Kilometer entlang dem Rhein-Main-Donau-Kanal mit dem Rad zurücklegen. Für viele von uns ist es der erste Besuch in der barocken Planstadt, die sich uns mit dem Altstadtfest empfängt. Höhepunkt ist zweifelsohne die Führung mit Dr. Dietmar Habermeier, der lange Jahre als zuständiger Referent den Radverkehr in Erlangen förderte. Mit Sachverstand und Witz – „Lasst dem Buben sein Spielzeug“ – erläutert er uns, wie es ihm gelang, dass sich allmählich das Rad in den Köpfen der Stadträte und der Bürger zu drehen begann. Überzeugungskraft und Beharrlichkeit, aber auch Kreativität und Furchtlosigkeit zeichnen den engagierten Kämpfer aus, der auch im Ruhestand nicht müde wird, den Radverkehr als Vorsitzender des Bayerischen Landesverbandes des ADFC zu fördern. Bewandert
im Verwaltungs- und Straßenverkehrsrecht zeigt er uns bei der
Rundfahrt durch die Stadt anhand zahlreicher Beispiele wie mit Fantasie
und Mut dem Radverkehr der Vorrang eingeräumt wird. Wesentlich ist
dabei die Erkenntnis, dass der umwegempfindliche Radler in der
Innenstadt ein engmaschiges Netz an Trassen benötigt, wobei es
nicht unbedingt Radwege sein müssen. Verkehrsberuhigte Bereiche,
abmarkierte Radstreifen etc. genügen, wichtig ist für den
Radfahrer, dass er sicher über Konfliktbereiche geführt wird.
Geradezu frappierend ist, mit welcher Selbstverständlichkeit
Einbahnstraßen entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung
für den Radverkehr geöffnet sind. Wir können kaum
glauben, dass in Erlangen die gleichen gesetzlichen Bestimmungen wie in
Augsburg gelten sollen.Die Rundfahrt endet im „Röthelheimpark“, einer Konversionsfläche, die ehemals als Militärgelände der Königl.-Bayerischen Kavallerie und später der US-Army diente. Nach einer dreijährigen Verhandlungs- und Planungsphase wird 1996 die Fläche für eine vielfältige Nutzung freigegeben. Neben Universitätsbauten, Gewerbeflächen, Wohnblocks und Eigenheimen finden sich auch die jetzt als Wohnbauten genutzten Mannschaftsunterkünfte der US Army. Ein Vergleich mit den Kasernenflächen im Augsburger Westen drängt sich geradezu auf. Am
Nachmittag lassen wir uns unter fachkundiger Führung historischen
Bauten Erlangens zeigen und in die Geschichte Erlangens einführen.
Zählte Erlangen nach dem Krieg ca. dreißigtausend Einwohner,
wird einem klar, dass diese Stadt, die heute ca. hunderttausend
Einwohner beherbergt, geradezu explodiert sein muss. Auch heute noch
boomt diese Stadt, die dank der dort angesiedelten Medizintechnik auch
als bayrisches „Silicon Valley“ gilt. Am
Sonntag geht es zum Nürnberger Dokumentationszentrum
„Reichsparteitagsgelände“. Bei einem Rundgang über das
Freigelände werden uns die monströsen Bauten am
„Dutzendteich“ gezeigt und die damit verbundene Ideologie näher
gebracht. „Faszination und Gewalt“ unter diesem Titel wird uns in der
hervorragenden Ausstellung die Manipulation der damaligen Machthaber
vor Augen geführt, deren Regime schließlich mit den
„Nürnberger Prozessen“ in der Stadt der Reichsparteitage endet.
Nicht nur geistig, sondern auch optisch setzt die Ausstellung
eine
Gegenposition zu den Relikten der Naziherrschaft: Wie ein Pfeil bohrt
sich ein 130 Meter langer, gläserner Steg durch die
Ausstellungsräume im „Kopfbau“ an der unvollendeten Kongresshalle.Jedenfalls lernen wir, dass die Autenzität des Gedenkortes für die Bewältigung dieses unrühmlichen Kapitels deutscher Geschichte von wesentlicher Bedeutung ist: Eine Erinnerung an das KZ-Außenlager im Bereich der Sheridankaserne kann durch eine entsprechende Nutzung der „Halle 116“ mit hoher Symbolkraft hergestellt werden.
Wie ein roter Faden hält uns das ganze letzte Berichtsjahr die Diskussion um den Grasigen Weg in Atem. Nach etlichen wunderlichen Windungen und Pirouetten (krönend der vermutlich ernsthaft gemeinte Vorschlag der CSU, den „Grasigen Weg“ mit 8 Mio. EUR für stadtauswärts fahrende Fahrzeuge zu untertunneln) folgt im Januar `05 das Regenbogenbündnis im Bauausschuss endlich doch den eindeutigen Empfehlungen der Verkehrsgutachter und hält an der Rahmenplanung für die Sheridan-Kaserne ohne Durchschuss von der B17 fest. Gleichzeitig wird unserer bereits betagten Forderung entsprochen für den gesamten Stadtteil Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung auszuloten und gemeinsam mit den Bürgern zu entwickeln. Ebenso folgt man unserem Vorschlag die Erschließung im Bereich des neuen Schulstandorts am sog. „Pfersee-Gate“ zu ändern. Die Verlängerung der „Graf-Bothmer-Straße“ wird demnach mit der Straße „Hinter den Gärten“ verknüpft und erhält der Schule den ungehinderten Zugang zu dem sehnlich erwarteten zentralen Grünzug. Aus der Skizze wird deutlich, dass das Sheridan-Gelände über die umliegenden Strassen ausreichend erschlossen wird. Eine Öffnung des „Grasigen Weges“ würde also keineswegs der Erschließung dienen, sondern allein den Durchgangsverkehr durch Pfersee anlocken. Die Erschließung der Konversionsfläche „Sheridan-Kaserne“ über Nestackerweg, Stadtberger Straße, Graf-Bothmer-Straße, Bgm.-Bohl-Straße und Leitershofer Straße führt zu einer Verkehrsverteilung, eine Öffnung des „Grasigen Weg“ würde jedoch vorrangig einen Durchgangsverkehr von der B 17 in die Innenstadt initiieren, was zu einer zusätzlichen Verkehrsbelastung des gesamten Stadtteils führen würde. ![]()
Deutet man die Zeichen richtig, so gibt`s zumindest hinter den Kulissen eifriges Geschiebe. An konkreten Aussagen dringt dagegen nicht viel in die Öffentlichkeit, auch weil eine für den Februar `05 versprochene bereits in den April verschoben wird. Stand derzeit: Die Straßenbahnlinien 3, 5 und 6 sollen in einem Tunnel auf der Ebene –2 direkt unter den Bahnsteigen (Ebene 0) und unter der zu verbreiternde Mittelunterführung (Ebene -1) geführt werden und ein Umsteigen auf kürzestem Wege ermöglichen. In Zukunft könnte eine weitere Linie folgen, die in der Prinzregentenstraße abtaucht und dann weiter parallel zur Rosenaustraße in Richtung Göggingen oder Hochfeld führt. Die Regenbogenkoalition hält einstweilen an einem Westzugang für den Bahnhof fest – die dazu erforderliche Verlängerung des Mitteltunnels wollen die Stadtwerke (pekuniär) aber nicht ihrem Projekt zugeordnet haben. Die Stadtwerke wollen auch nicht auf kürzester Strecke (ca. 200 m) zum Sebastian-Buchegger-Platz mit der Straßenbahn, sondern stattdessen mit einem ca. 340 m langen gekurvten Tunnel zur Pferseer Straße durchbrechen (direkt westlich der heutigen Unterführung) und dort eine Wendeschleife für die Linie 6 über die Johannes-Rössle-Straße bauen. Bei geschätzten Kosten von ca. 10 Mio. EUR/100 m Tunnel wäre der Mitteltunnel bei einer Trasse ins Thelott-Viertel praktisch „schon mit drin“ – das will aber noch niemand hören. Vorschläge zur städtebaulichen Einbindung des Jahrhundertprojekts lassen ebenfalls noch auf sich warten. Für die Linie 5 werden drei kostengleiche (!), Varianten geprüft – Rosenau-, Holzbach- und Hessenbachstraße. Unterdessen wird der Fa. Eberle als letztem Localbahnkunden im Westen der Anschluss gekündigt, bei Aufgabe der Localbahn müsste also keine Unterführung im Bereich Luitpoldbrücke gebaut werden. Weiterhin ungeklärt: das Schicksal des verrammelten „Posttunnels“, der mit wenig Aufwand als Zwischenlösung Bahnkunden den Zugang zu den Bahnsteigen ermöglichen könnte. Inzwischen soll der Transrapid in München 2,0 statt 1,6 Mrd. EUR kosten – die halbe Kostensteigerung würde für das Augsburger Projekt genügen. ![]()
Im Dezember `04 wird ein Ideenwettbewerb entschieden zur Gestaltung der Freiflächen im Kasernengürtel vom Vehicle-Park im Süden bis zur Ulmer Straße im Norden. Im Januar `05 werden im Rahmen der Bürgerwerkstätten Sheridan- und Reese-Kaserne die wichtigsten Ergebnisse von Jurymitgliedern präsentiert und die Bürgervoten von den bewährten Moderatoren vom Verein Urbanes Wohnen, München, in die zweite Wettbewerbsphase eingespeist. Für diese Phase, die sich in größerem Maßstab speziell mit der Sheridan-Kaserne auseinandersetzt, haben sich 15 Arbeiten qualifiziert. Wir empfehlen in der Überarbeitung besonders die Wegebeziehungen in die angrenzenden Gebiete und die Vernetzung zwischen Stadtbergen und Pfersee zu beachten. Das gleiche Moderatorenteam präsentiert außerdem noch im März `05 den überarbeiteten Siegerentwurf zur Gestaltung der Reese-Kaserne und leitet die Planungswerkstatt „Ein Verkehrskonzept für Pfersee“.
In der Bürgerwerkstatt, welche die Änderung des Sheridan-Geländes begleitet, wird deutlich, dass die Geschichte der Kaserne und speziell der Halle 116 in angemessener Form gewürdigt werden muss. Dort, am „Stadtbergen Gate“, ist in den letzten Kriegsjahren ein Außenlager des KZ Dachau untergebracht. Bis zu 2000 Zwangsarbeiter, unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten, müssen in der Augsburger Rüstungsindustrie arbeiten. Die Halle, bis heute fast unverändert, soll in ihrer baulichen Substanz erhalten bleiben. Die Größe des Gebäudes lässt es nicht zu, hier ausschließlich eine Gedenkstätte einzurichten. Die „Friedensstadt Augsburg“ sieht sich hier in besonderer Weise verpflichtet, ebenso eine Gruppe von Bürgern und Organisationen, für die die Geschichte der Halle keine Altlast ist, sondern Ansporn, hier etwas entstehen zu lassen, das dem Gedanken der Konversion in bester Weise Rechnung trägt. Dieser Gruppe geht es darum, mit den dunklen Seiten der Geschichte offen umzugehen und die Halle zu einem Ort zu machen, der mit dazu beiträgt, in der Zukunft ein gleichberechtigtes, friedliches Zusammenleben der Menschen zu gestalten. Augsburg und seine Bürger können zeigen, dass sie die Kraft haben, sich ihrer ganzen Geschichte zu stellen und aus dieser Auseinandersetzung Impulse für die Weiterentwicklung im Sinne der Friedensstadt zu gewinnen.
Im Rahmen der „Lokalen Agenda 21“ beteiligt sich die BÜRGERAKTION PFERSEE auch weiterhin am „Forum nachhaltige Stadtentwicklung“. Insbesondere hier wird unsere Vision von einer Bundesgartenschau in Augsburg genährt. Im Februar `05 erreicht ein Brandbrief OB und Fraktionen, denn für den nächsten freien Termin 2019 soll bereits im Herbst 2005 der Veranstalter gekürt werden. Ein Mitbewerber ist die Stadt Heilbronn, die bereits qualifizierte Ideen für ihre Bewerbung vorweisen kann! Seinerzeit hat Augsburg wegen der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas die Ausrichtung einer Landesgartenschau auf dem Gelände der Sheridan-Kaserne nicht weiter betrieben, die BUGA als Alternative aber ausdrücklich in`s Auge gefasst. Und spätestens seit der leider nicht erfolgreichen Kulturhauptstadtbewerbung wissen wir, wie erfrischend in unserer Stadt allein die Diskussion über eine hochkarätige Veranstaltung (nach-)wirken kann.
Da unsere Publikation sich nicht an der Auflage messen lassen muss, können wir hemmungslos auch gute Nachrichten verbreiten, z.B. von einem Musterbeispiel an Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Bürgerschaft.
Seit langem spukt in unseren Köpfen die Idee von einer
„Spielmeile“ am Mühlbach, auf dem Gelände der aufgelassenen
Lokal-bahntrasse zwischen Gollwitzer-/Färberstraße und
Adlhochschule. Umweltreferent Schaller ist spontan für unseren
Vorschlag zu gewinnen die brachliegende Fläche als Boule-Platz zu
benützen und im Winter hier Eis zu laufen. Mit dem
Grünordnungsamt können kurzfristigst Details abgesprochen
werden, die hiesige Flussmeisterei vermittelt uns einen Bagger und die
BÜRGERAKTION PFERSEE übernimmt die Kosten für die
Erdarbeiten. Zu unserem Glück verfügt das Grünordnungsamt auch
über eine Ausbildungsbrigade, die die vorbereitete Fläche
planiert, mit Rundhölzern abgrenzt und zuguterletzt noch einen Weg
befestigt. Seit unserer Eröffnungspartie am 3.10. steht die Bahn
uneingeschränkt und kostenfrei für Jedermann zur
Verfügung – wir wünschen viel Vergnügen. Bis zum nächsten Jahr meistern wir dann hoffentlich auch die Eisbereitung. Der riesige Einsatz unserer Freiwilligen Feuerwehr, die bei idealem Winterwetter den Platz flutet, bleibt ohne Erfolg – unter einer spiegelglatten, aber leider nur hauchdünnen Eisoberfläche ist über Nacht das ganze Wasser versickert.
oder – Das wahre Ende der Goggelesbrücke
Arbeitsgemeinschaft Pferseer Vereine (AGP) und PFERSEE aktiv! Samstag, 30. April 2005 von 9.30 bis 16 Uhr Pferseer Maifest Der Maibaum wird aufgestellt Umzug und buntes Programm auf dem Platz vor der Herz-Jesu-Kirche ![]() BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V. Dienstag, 10. Mai 2005 - 20 Uhr Bürgerhaus Pfersee Jahreshauptversammlung ![]() BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V. Sonntag, 12. Juni 2005 Mitgliederfahrt mit der Bahn nach München BUGAo5 Der schönste Sommer aller Zeiten Bundesgartenschau München ![]() BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V. Dienstag, 05. Juli 2005 20.15 Uhr Bürgerhaus Pfersee Radfahren in Erlangen 2. Teil des Reiseberichts 04
Jahresbericht 2004 / 2005 der BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V. - 23. Jahrgang Herausgeber: Vorstand der BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V. Dietmar Egger, Egelseestr. 9 – Georgine Trucken-müller, Kirchbergstr. 32 - Bernhard Kammerer, Kirchbergstr. 3 - alle 86157 Augsburg Texte: Dietmar Egger - Bernhard Kammerer – Georgine Truckenmüller - Peter Seyboth Bilder: Klaus Konrad - Wolfgang Konrad - Peter Seyboth Grafik: Wolfgang Konrad - Peter Seyboth Auflage der gedruckten Ausgabe: 800 Exemplare |